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Zertifizierte Brustzentren sichern Qualitätsstandards

Mehrere Haende in medizinischen Handschuhen setzen ein Puzzle mit medizinischen Symbolen zusammen als Symbol fuer Qualitaetsstandards in zertifizierten Brustzentren

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Zertifizierte Brustzentren sichern Qualitätsstandards

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: gyne

Die Deutsche Gesellschaft für Senologie warnt vor Qualitätsrisiken durch das Krankenhausreformanpassungsgesetz. Zertifizierte Brustzentren garantieren eine leitliniengerechte Behandlung von Brustkrebs auf höchstem wissenschaftlichem Niveau. Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen dürfen die notwendige Zentralisierung komplexer onkologischer Leistungen nicht gefährden. Die DGS appelliert an die Politik, bewährte Qualitätsstandards zu sichern und spezialisierte Versorgungsstrukturen zu stärken.

Warnung vor Qualitätsrisiken in der Krebsversorgung

Nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform (Krankenhausreformanpassungsgesetz, KHAG) im Bundesrat warnen führende Fachverbände für Onkologie vor erheblichen Risiken für die Qualität der onkologischen Versorgung in Deutschland. Die Deutsche Krebshilfe, Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und das Deutsche Krebsforschungszentrum betonen, dass erweiterte Ausnahmeregelungen und verlängerte Übergangsfristen die notwendige Konzentration komplexer Krebsbehandlungen in spezialisierten Strukturen verlangsamen würden. Schon heute sollte allen Krebspatientinnen und -patienten dazu geraten werden, sich gezielt für eine Behandlung in zertifizierten Krebszentren und Comprehensive Cancer Centern zu entscheiden.

Zertifizierte Brustzentren als Qualitätsstandard

Die Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) betont in diesem Zusammenhang die besondere Relevanz qualitätsgesicherter, interdisziplinärer Versorgungsstrukturen in der Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen. Gerade bei komplexen Krankheitsbildern wie dem Mammakarzinom ist eine enge Verzahnung von Früherkennung, operativer und strahlentherapeutischer Expertise, medikamentöser Therapie und Nachsorge entscheidend für den Behandlungserfolg.

„Die Behandlung von Brustkrebs erfordert ein Höchstmaß an Spezialisierung und interdisziplinärer Zusammenarbeit […]. Nur in zertifizierten Zentren können Patientinnen sicher sein, dass sie leitliniengerecht, nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit Zugang zu innovativen Therapien versorgt werden!“

Prof. Schneeweiss, Universitätsklinikum Heidelberg, Vorsitzender der DGS

Zertifizierte Brustzentren gewährleisten durch standardisierte Abläufe, regelmäßige Qualitätskontrollen sowie die Einbindung in klinische Studien eine Versorgung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau. Das Zertifizierungssystem der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) in Zusammenarbeit mit der DGS dient bereits seit mehr als 20 Jahren als Maßstab für Qualität und bestmögliche Behandlungsergebnisse.

Appell an die Politik

Eine Aufweichung bestehender Strukturvorgaben birgt die Gefahr, bewährte Qualitätsstandards zu unterminieren und regionale Versorgungsunterschiede zu verstärken. Nur mit verlässlichen Strukturen und einer leitliniengerechten Versorgung kann eine bestmögliche Behandlung der Patientinnen und Patienten gelingen. Aus diesem Grund appelliert die DGS nun an die politischen Verantwortlichen und mahnt an, dass die bereits angestrebte Zentralisierung der komplexen onkologischen Leistungen unbedingt und konsequent umgesetzt werden müsse.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. vom 13.04.2026: Aufweichung bestehender Strukturvorgaben gefährdet Qualitätsstandards in der Brustkrebsbehandlung

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