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Herzen außer Takt: Zahl der Infarkte geht zurück; Awareness für Frauen stärken

Frau legt Hand auf die Brust und steht am Fenster, trägt ein blaues Hemd, Symbol für Brustschmerzen oder Atemnot

Quelle: © highwaystarz – Adobe Stock

Herzen außer Takt: Zahl der Infarkte geht zurück; Awareness für Frauen stärken

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Akute kardiologische Notfälle

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Trotz rückläufiger Infarktzahlen bleibt das Herzinfarkt-Risiko für Frauen hoch – und wird häufig unterschätzt. Die Warnsignale sind oft anders als bei Männern und werden leicht übersehen. Warum gerade jetzt Aufmerksamkeit, Wissen und Mut im Notfall Leben retten können, erklärt die KKH zum morgigen „Go Red Day“.

Rückgang bei Infarkten – doch Frauen bleiben besonders gefährdet

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die Todesursache Nummer eins bei Frauen in Deutschland. Trotzdem wird der Herzinfarkt oft als Männerproblem wahrgenommen. Eine aktuelle Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt: Die Zahl der akuten oder wiederholten Herzinfarkte ist seit 2014 zurückgegangen – bei Männern um 18,5 %, bei Frauen aber nur um 13,7 %. Auffällig ist außerdem, dass ab 55 Jahren das Risiko für beide Geschlechter deutlich ansteigt. Trotz sinkender Fallzahlen ist besondere Wachsamkeit wichtig, denn Infarkte bei Frauen werden häufig spät erkannt.

Herzinfarkt-Anzeichen werden bei Frauen oft verkannt

„Frauen spüren bei einem Herzinfarkt seltener den klassischen Brustschmerz“, betont Dr. Nele Tempelhof, Ärztin bei der KKH. Häufig äußern sich die Symptome unspezifisch: Atemnot, Übelkeit, Druckgefühl im Oberbauch oder plötzlich auftretende Schwäche. Diese werden oft fehlinterpretiert – mit gefährlichen Folgen. Denn je schneller im Notfall gehandelt wird, desto besser die Überlebenschancen. Gerade bei Frauen zögern Menschen häufiger bei der Reanimation – zu Unrecht: Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung sollte immer sofort eine Herzdruckmassage durchgeführt werden.

Menopause als Risiko – Prävention schützt das Herz

Auch die Menopause stellt einen bedeutenden Wendepunkt für die Herzgesundheit dar: Sinkende Östrogenspiegel steigern das Risiko für Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Übergewicht. Frauen sollten deshalb in dieser Lebensphase besonders auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen achten. Grundsätzlich gilt: Ein gesunder Lebensstil – viel Bewegung, ausgewogene Ernährung, Rauchverzicht und Stressabbau – hilft, das eigene Herz zu schützen. Wer Warnsignale ernst nimmt und rechtzeitig handelt, stärkt sein Herz nachhaltig.

Quelle: Pressemitteilung der KKH

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