Die Klinik für Gefäßchirurgie am RHÖN-Klinikum Frankfurt (Oder) hat erfolgreich eine offene Notfalloperation bei einem rupturierten Aneurysma der Bauchhauptschlagader durchgeführt. Der Eingriff zählt zu den anspruchsvollsten Verfahren der Gefäßchirurgie und wird in Brandenburg und Berlin nur an wenigen spezialisierten Zentren vorgenommen.
Akute Lebensgefahr bei 62-jähriger Patientin
Bei der Patientin bestand eine lebensbedrohliche Erweiterung der Hauptschlagader, die sich von der Bauchhöhle bis in Höhe des Zwerchfells ausdehnte. Die ersten Untersuchungen in der Notaufnahme ergaben ein akutes Schockgeschehen infolge der Ruptur – eine Verlegung in ein anderes Klinikum war nicht möglich.
„Es bestand akute Lebensgefahr. Unser Team der Gefäßchirurgie entschied sich deshalb sofort für eine offene operative Versorgung”, erklärt Chefarzt Dr. med. Frank Wittstock.
Hochkomplexer Eingriff mit interdisziplinärem Team
Der mehrstündige Eingriff erforderte höchste chirurgische Präzision: Zeitweise mussten die Darm- und Nierenarterien abgeklemmt, anschließend rekonstruiert und wieder angeschlossen werden, um die Durchblutung der Organe sicherzustellen. Gefäßchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin arbeiteten dabei eng zusammen. Die Operation verlief erfolgreich – die Patientin konnte das Klinikum nach dem Eingriff wieder verlassen.
Spezialisiertes Zentrum für Gefäßchirurgie
Die Klinik für Gefäßchirurgie am RHÖN-Klinikum Frankfurt (Oder) behandelt neben gefäßchirurgischen Notfällen auch komplexe Erkrankungen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Zum Leistungsspektrum gehören aufwendige Bypassoperationen sowie spezialisierte Verfahren zur Wiederherstellung der Durchblutung der Beine.
Quelle: Pressemitteilung RHÖN-Klinikum Frankfurt (Oder), Juni 2026





