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Weltpremiere in Hanau: Dünnste Defibrillationselektrode erstmals implantiert

Kardiologie-Team des Klinikums Hanau unter Leitung von PD Dr. Christof Weinbrenner feiert ersten erfolgreichen Eingriff mit der weltweit dünnsten Defibrillationselektrode OmniaSecure von Medtronic

Quelle: Foto: Klinikum Hanau

Weltpremiere in Hanau: Dünnste Defibrillationselektrode erstmals implantiert

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Das Klinikum Hanau hat als erstes Haus die weltweit schlankste Defibrillationselektrode implantiert – ein Durchmesser von nur 1,6 Millimetern eröffnet neue Möglichkeiten in der Behandlung gefährlicher Herzrhythmusstörungen.

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod – meist ausgelöst durch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen. Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) können Leben retten, indem sie den Herzrhythmus rund um die Uhr überwachen und im Notfall gezielt eingreifen. Das Herzkatheterlabor des Klinikums Hanau hat jetzt einen bedeutenden Schritt in der ICD-Therapie vollzogen: Als erstes Haus weltweit setzte das Team die dünnste Defibrillationselektrode der Welt in einem minimalinvasiven Eingriff ein.

Zwei Drittel schlanker als bisherige Elektroden

Die neue Elektrode hat einen Durchmesser von lediglich 1,6 Millimetern – und ist damit rund zwei Drittel schlanker als herkömmliche Modelle. Die geringere Stärke bringt konkrete klinische Vorteile:

  • Weniger Platz im Herzen – schonendere Implantation
  • Erleichterte Eingriffe – besonders bei anatomisch schwierigen Situationen
  • Geringeres Komplikationsrisiko im Langzeitverlauf
  • Erstmalige Zulassung für die direkte Stimulation des Reizleitungssystems im Defibrillatorbereich

Brücke zwischen Schrittmacher- und Defibrillator-Therapie

Besonders bedeutsam ist die neue Elektrode für die Verbindung zweier bislang getrennter Therapiewelten. In den vergangenen Jahren hat sich die sogenannte Reizleitungssystem-Stimulation als modernes Verfahren in der Schrittmachertherapie etabliert: Durch die gezielte Stimulation des natürlichen Erregungsleitungssystems des Herzens wird eine möglichst physiologische Herzaktivierung erreicht.

Am Klinikum Hanau ist diese Therapieform bereits Standard – mehr als 300 Patientinnen und Patienten haben davon profitiert. Die neue Defibrillationselektrode ist als erste ihrer Art für diese Stimulationsform zugelassen und ermöglicht es dem Team nun, diese moderne Technik auch in der Defibrillator-Therapie einzusetzen.

„Die dünnere Elektrode kann Eingriffe schonender machen und gibt uns zusätzliche Möglichkeiten für eine individuell abgestimmte Therapie. Wir freuen uns, unseren Patientinnen und Patienten diese hochmoderne Behandlungsmöglichkeit hier in Hanau anbieten zu können.“

PD Dr. med. Christof Weinbrenner

Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und internistische Intensivmedizin.

Starkes Herzrhythmus-Zentrum in Hanau

Mit dem Einsatz der neuen Elektrode baut das Klinikum Hanau seine Position als spezialisiertes Herzrhythmuszentrum weiter aus. Im Herzkatheterlabor werden jährlich rund 350 Herzschrittmacher und Defibrillatoren implantiert. Die umfassende Erfahrung des Teams positioniert die Klinik deutschlandweit an der Spitze der modernen Schrittmachertherapie.

Hintergrund: Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder erhöhte Cholesterinwerte können die Herzkranzgefäße verengen und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels beeinträchtigen – und so das Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen erhöhen. Betroffene, die ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod tragen, können von der ICD-Therapie profitieren.

Quelle: Klinikum Hanau

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