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Vorhofflimmern: Klinikum Wolfsburg setzt auf neue Pulsed-Field-Ablation

Zwei Kardiologen im Katheterlabor des Klinikums Wolfsburg bei der Pulsed-Field-Ablation zur Behandlung von Vorhofflimmern

Quelle: Julia Klemp / Klinikum Wolfsburg

Vorhofflimmern: Klinikum Wolfsburg setzt auf neue Pulsed-Field-Ablation

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Erschienen in: herzmedizin

Das Klinikum Wolfsburg gehört zu den wenigen Krankenhäusern in Deutschland, die eine neue Katheter-Technologie zur Behandlung von Vorhofflimmern einsetzen. Das Verfahren ist schonender als bisherige Methoden – und verkürzt den Eingriff auf rund 20 Minuten.

Neue Therapieoption für Herzrhythmusstörungen

Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen überhaupt. Die Erkrankung kann Herzrasen, Luftnot und Leistungsschwäche verursachen – und erhöht das Risiko für einen Schlaganfall erheblich. Umso wichtiger sind wirksame und gut verträgliche Behandlungsmethoden.

Das Klinikum Wolfsburg hat sein kardiologisches Angebot nun um ein innovatives Verfahren erweitert: die Pulsed-Field-Ablation (PFA) mit dem neuen Varipulse Pro-Katheter. Als eines der wenigen Krankenhäuser in Deutschland setzt die Kardiologie der Medizinischen Klinik I diese Technologie bereits routinemäßig ein.

Wie funktioniert die Pulsed-Field-Ablation?

Bei der PFA werden kurze elektrische Impulse gezielt eingesetzt, um krankhaftes Herzgewebe zu behandeln, das für die Rhythmusstörung verantwortlich ist. Das Prinzip unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Ablationsverfahren:

  • Keine Hitze, keine Kälte – klassische Verfahren arbeiten mit thermischer Energie (Hochfrequenzstrom oder Kryoablation)
  • Selektive Wirkung – die elektrischen Impulse wirken gezielt auf Herzmuskelzellen
  • Schonung des umliegenden Gewebes – Blutgefäße, Nerven und die Speiseröhre bleiben weitgehend unbeeinträchtigt

Dadurch kann das Risiko bestimmter Begleitverletzungen, die bei älteren Verfahren auftreten können, deutlich reduziert werden.

Eingriff dauert oft nur noch 20 Minuten

Ein zentraler Vorteil des neuen Systems ist die erheblich kürzere Behandlungszeit. Während vergleichbare Eingriffe bislang häufig zwei bis drei Stunden in Anspruch nahmen, kann die PFA mit dem Varipulse Pro in vielen Fällen bereits nach rund 20 Minuten abgeschlossen werden.

„Die verkürzte Eingriffszeit bedeutet eine geringere Belastung für die Patientinnen und Patienten und kommt insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko zugute.“

Prof. Dr. Marco R. Schroeter, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Klinikum Wolfsburg

Individuell abgestimmte Therapie

Die neue Technologie ergänzt das bestehende Behandlungsspektrum der Kardiologie – sie ersetzt andere Verfahren nicht, sondern erweitert die Optionen. Ob die Pulsed-Field-Ablation für eine Patientin oder einen Patienten geeignet ist, wird stets individuell geprüft.

„Im Klinikum Wolfsburg steht uns die modernste Technik zur Verfügung, um unseren Patientinnen und Patienten eine individualisierte, effektive Therapie anbieten zu können.“

Priv.-Doz. Dr. Leonard Bergau, Sektionsleiter Rhythmologie, Medizinische Klinik I

Moderne Medizin in der Region

Mit der Einführung des Varipulse Pro-Systems stärkt das Klinikum Wolfsburg seine Kompetenz in der modernen Rhythmologie und investiert gezielt in innovative Medizintechnik.

„Unser Ziel ist es, den Menschen in der Region eine wohnortnahe Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau zu bieten – mit individuell abgestimmten Therapien, möglichst kurzen Behandlungszeiten und größtmöglicher Schonung.“

André Koch, Klinikdirektor

Für Betroffene, die mehr über die neue Behandlungsmöglichkeit erfahren möchten, bietet das Klinikum Wolfsburg eine Rhythmusambulanz an. Terminvereinbarungen sind telefonisch unter 05361 80-3398 oder online über die Website der Medizinischen Klinik I möglich.

Quelle: Medieninformation Klinikum Wolfsburg, Juli 2026

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