Bereits bei etablierter atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung – auch ohne vorangegangenes akutes Ereignis – kann eine frühzeitige Behandlung mit PCSK9-Antikörpern das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Komplikationen deutlich senken. Das belegen aktuelle Studiendaten.
Kardiovaskuläre Erkrankungen: ein unterschätztes Risiko vor dem Erstereignis
Kardiovaskuläre Erkrankungen sind weltweit und auch in Deutschland die häufigste Todesursache – sie sind für rund 32 % aller Todesfälle verantwortlich [1–3]. Ein konsequentes Lipidmanagement gilt als eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen zur Risikosenkung, und zwar sowohl vor als auch nach einem akuten kardiovaskulären Ereignis [4, 5].
Nach aktuellem wissenschaftlichem Konsensus beginnt die Sekundärprävention bereits bei der Diagnose einer klinisch etablierten atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankung (ASCVD) – unabhängig davon, ob bereits ein ischämisches Akutereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten ist [6]. Gemäß der ESC/EAS-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Dyslipidämien haben diese Patientinnen und Patienten ein sehr hohes kardiovaskuläres Risiko und sollten einen LDL-C-Zielwert von unter 55 mg/dl (< 1,4 mmol/l) sowie eine Reduktion des Ausgangswerts um mindestens 50 % anstreben [4, 5].





