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Kardiovaskuläre Inflammation: Fast jede:r Zweite mit Herz-Kreislauf betroffen

Handschuhbekleidete Hand hält ein beschriftetes Blutröhrchen mit der Aufschrift hs-CRP vor einem Mikroskop im Labor – Biomarker zur Messung kardiovaskulärer Inflammation

Quelle: © kitsawet – stock.adobe.com

Kardiovaskuläre Inflammation: Fast jede:r Zweite mit Herz-Kreislauf betroffen

Aus der Industrie

Kardiologie

Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

mgb medizin Redaktion

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3 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Trotz leitliniengerechter Therapie liegt bei fast der Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit atherosklerotischer Herzerkrankung und chronischer Nierenerkrankung eine chronische Entzündung vor — ein eigenständiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das zeigen aktuelle Daten der POSEIDON-Studie.

Chronische Entzündung als unterschätztes Restrisiko

Hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Diabetes gelten als klassische Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen. Werden diese leitliniengerecht behandelt, bleibt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko dennoch erhöht — ein Phänomen, das zunehmend mit chronischer kardiovaskulärer Inflammation in Verbindung gebracht wird. Entzündungsprozesse gelten als wesentlicher Treiber der Atherosklerose und sind bei Patientinnen und Patienten unter Standardtherapie ein bedeutender Faktor für das verbleibende kardiovaskuläre Risiko [1].

Als Biomarker für kardiovaskuläre Inflammation hat sich das hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP) etabliert. Ab einem Wert von ≥ 2 mg/L gilt eine chronische Inflammation als nachgewiesen — mit deutlich erhöhtem Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse [1].

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