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Technologiesprung: Noch längere Laufzeit für Zweikammer-Herzschrittmacher

Das Kardiologie-Team des UKMA steht vor einer Operation im OP: Mitarbeiter von Abbott, Prof. Dr. Akin, Prof. Dr. Kuschyk, Kabakci, Götz und Dr. Sattler in OP-Kleidung

Quelle: © UKMA/Biedermann

Technologiesprung: Noch längere Laufzeit für Zweikammer-Herzschrittmacher

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Als eine der ersten Kliniken in Europa und erste Klinik in Deutschland hat das Universitätsklinikum Mannheim (UKMA), die neuste Generation eines kabellosen Zweikammer-Herzschrittmachers bei einer Patientin eingesetzt. 

Das System besteht aus einem vollständig kabellosen Zweikammer-Herzschrittmacher: Zwei kleine, kapselartige Geräte werden direkt im Herzen implantiert und kommunizieren dort drahtlos miteinander. Sie übernehmen gemeinsam die präzise Steuerung des Herzrhythmus – ganz ohne Elektroden oder Aggregattasche unter der Haut.

Mehr Sicherheit durch längere Batterielaufzeit

Ein wesentlicher Vorteil ist die deutlich gesteigerte Energieeffizienz. Die integrierten Batterien halten über viele Jahre, deutlich länger als bei bisherigen Systemen, erklärt Prof. Dr. Jürgen Kuschyk (UKMA). Für Patienten bedeutet das weniger Folgeeingriffe, geringere Belastungen und langfristig mehr Sicherheit. Gerade bei chronischen Herzrhythmusstörungen ist die längere Batterielaufzeit entscheidend, da jeder vermiedene Austausch das Operationsrisiko senkt und die Lebensqualität steigert.

Neue intelligente Stimulationsalgorithmen sparen Energie: Im Normalbetrieb stimuliert das System den Vorhof, während eine Sicherheitsfunktion die Herzkammer überwacht und nur bei Bedarf aktiv wird. So werden unnötige Impulse vermieden und die Batterielebensdauer weiter verlängert.

Schonender Eingriff – schnelle Erholung

Das System wird minimalinvasiv über einen Katheter in die rechte Herzkammer und den rechten Vorhof eingebracht – ganz ohne Schnitt im Brustkorb oder sichtbare Narbe. Die Patienten sind meist rasch wieder fit und profitieren durch den Verzicht auf Elektroden von mehr Bewegungsfreiheit und einem geringeren Risiko für Komplikationen wie Kabelbrüche oder Infektionen.

Modulares System mit modernen Diagnosemöglichkeiten

Das System ist modular gestaltet: Je nach Bedarf kann es im Vorhof, in der Kammer oder direkt als Zweikammer-Schrittmacher eingesetzt und später erweitert werden. Auch MRT-Untersuchungen bleiben trotz Implantat weiter möglich – für eine zeitgemäße Diagnostik.

Quelle: Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mannheim vom 28.01.2026

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