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Zurück ins Leben: Neues Nachsorgeprogramm hilft Überlebenden nach Herzstillstand

Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner im Porträt, Projektleiter und Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin

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Zurück ins Leben: Neues Nachsorgeprogramm hilft Überlebenden nach Herzstillstand

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Das Projekt „CAROL“ am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein will die Lebensqualität nach Herz-Kreislauf-Stillstand verbessern. Mit rund 5,9 Millionen Euro fördert der G-BA den Aufbau eines innovativen Nachsorgeprogramms, das medizinische, psychologische, soziale und genetische Aspekte erstmals bundesweit verknüpft.

Das bundesweite Projekt CAROL markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Nachsorge nach außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand. Erstmals übernimmt das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) am UKSH die Leitung eines Innovationsfondsprojekts, unterstützt von starken Partnern wie großen Krankenkassen, Universitätskliniken und spezialisierten Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, die Versorgung von den jährlich rund 136.000 betroffenen Patienten und ihren Angehörigen systematisch zu verbessern.

Ein zentrales Element von CAROL ist die sogenannte PRA-Nurse, eine spezialisierte Fachkraft, die die Betroffenen bereits auf der Intensivstation kennenlernt und sie über ein Jahr kontinuierlich begleitet. Die PRA-Nurse koordiniert medizinische, psychologische und soziale Angebote, unterstützt bei der Organisation von Untersuchungen, veranlasst psychokardiologische und – bei jüngeren Patienten – auch genetische Abklärungen. Auch Angehörige werden aktiv einbezogen und erhalten sowohl psychosoziale Unterstützung als auch praktische Schulungen, etwa zur Reanimation.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Patienten unter 50 Jahren: Bei ihnen wird eine genetische Diagnostik durchgeführt, um erblich bedingte Risiken zu erkennen und Präventionsmöglichkeiten für Familien zu schaffen. Die gesamte Nachsorge ist interdisziplinär und patientenzentriert angelegt.

CAROL wird an 15 spezialisierten Cardiac Arrest Centern in ganz Deutschland angeboten, darunter am UKSH in Kiel. Teilnehmen können gesetzlich Versicherte zwischen 18 und 80 Jahren, die nach außerklinischem Herzstillstand nicht dauerhaft pflegebedürftig sind. Trotz internationaler Leitlinienempfehlungen gab es bisher in Deutschland keine standardisierte strukturierte Nachsorge für diese Patientengruppe – CAROL schließt diese wichtige Versorgungslücke ab Ende 2026.

Quelle: Pressemitteilung Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, 19.12.2025

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