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DPtV stellt neue Filmreihe zu psychischen Erkrankungen vor

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DPtV stellt neue Filmreihe zu psychischen Erkrankungen vor

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mgb medizin Redaktion

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2 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

„Psychische Erkrankungen verändern das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen und verursachen oft viel Leid. Wie sich das anfühlt, bleibt von außen häufig unsichtbar. Mit unseren Filmen möchten wir dieses Erleben sichtbar machen und zeigen, warum Menschen verlässlich und ohne Hürden Zugang zu Psychotherapie brauchen“, erklären Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), zum Start der Filmreihe „Psychotherapie wirkt. Schützen wir, was hilft.“

Die DPtV veröffentlicht eine Filmreihe, die beispielhaft Einblick in die Erfahrungen von Menschen gibt, die psychotherapeutische Hilfe suchen. Die Filme zeigen, womit Menschen in eine Psychotherapie kommen: Belastungen, die soziale Beziehungen, Arbeit, Schule und den gesamten Alltag bestimmen können, und die Chance auf Veränderung und Teilhabe, die eine Behandlung eröffnet. Der erste Film widmet sich dem Erleben einer Essstörung. Wie aktuell das Thema ist, zeigt die Studie „JIMplus 2026“: 34 Prozent der Mädchen und 20 Prozent der Jungen zwischen 14 und 17 Jahren fühlen sich im eigenen Körper nicht wohl. Bei Mädchen, die TikTok mehr als eine Stunde täglich nutzen, sind es 49 Prozent. Inhalte, die Essstörungen verharmlosen, zählen laut Studie zu den problematischen Inhalten, die Jugendliche als besonders belastend erleben.

Psychotherapie ist mehr als eine Kostenfrage

Psychotherapie ist wissenschaftlich fundierte Behandlung, professionelle Beziehungsgestaltung und ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Gerade bei Essstörungen, die häufig im Jugendalter beginnen, entscheidet ein früher Behandlungsbeginn über den weiteren Verlauf. „Wer psychotherapeutische Kapazitäten begrenzt, verschiebt Kosten in die Zukunft: in chronifizierte Verläufe, lange Arbeitsunfähigkeit und stationäre Behandlungen. Frühzeitige Psychotherapie schützt Gesundheit, entlastet Menschen und stärkt das Gesundheitssystem“, so Maaß.

Versorgung verantwortungsvoll ausrichten

In der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte muss berücksichtigt werden, dass hinter all den Zahlen in den Schlagzeilen Menschenschicksale stehen. „Der von der Politik verursachte Abbau von Psychotherapieplätzen durch die künftige Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen wird spürbar sein. Die Auswirkungen durch das Beitragssatzstabilisierungsgesetz für die Versorgung sind verheerend und müssen dringend nachgebessert werden, wie von der Bundesregierung angekündigt“, betont Jochim.

Den ersten Film zu Essstörungen finden Sie hier:
www.dptv.de/psychotherapie-wirkt/

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) vom 5.10.2026

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