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Multiple Sklerose: Mit BTKi in die Neuroinflammation eingreifen

Neuroinflammation bei Multiple Sklerose: beschädigtes Myelin

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Multiple Sklerose: Mit BTKi in die Neuroinflammation eingreifen

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Neurologie und Psychiatrie

Demyelinisierende Erkrankungen

Multiple Sklerose

mgb medizin Redaktion

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3 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Mit Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) wird aktuell eine vielversprechende neue Wirkstoffklasse in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) untersucht, die in den Prozess der schwelenden Neuroinflammation eingreifen könnte. Neue Daten zu Tolebrutinib weisen auf eine konsistente Wirksamkeit bei Patientinnen und Patienten mit nicht-schubförmiger sekundär progredienter Multipler Sklerose (nrSPMS) hin.

„MS wird heute als ein Krankheitskontinuum gesehen, dem zwei pathophysiologische Prozesse, die akute und schwelende Neuroinflammation zugrunde liegen“, erläuterte Prof. Christoph Kleinschnitz, Essen. MS-Therapien (Disease Modifying Therapies, DMTs), die bislang zur Verfügung stehen, zielen vor allem auf eine Reduktion der Schubrate ab [1]. „Wir konnten in den vergangenen Jahren viele Therapieziele bei der Behandlung der schubförmigen MS erreichen, aber trotz einer effektiven Schubprophylaxe kann die Erkrankung weiter voranschreiten“, argumentierte Kleinschnitz. Grund dafür sind zwei unabhängige, parallellaufende Prozesse, die schon bei Beginn die Krankheitsprogression vorantreiben [1, 2]. Bei MS führen akute, peripher getriggerte Entzündungsprozesse zu klinischen Schüben, während eine chronisch-schwelende Neuroinflammation im ZNS eine schubunabhängige, langsame Verschlechterung verursacht.

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