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Dysphagie nach mechanischer Thrombektomie

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Dysphagie nach mechanischer Thrombektomie

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Neurointensiv- und Notfallmedizin

Schlaganfall

mgb medizin Redaktion

Verlag

5 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Die neurogene oropharyngeale Dysphagie (NOD) ist eine der häufigsten und klinisch folgenreichsten Komplikationen nach ischämischem Schlaganfall. Unmittelbar nach dem Ereignis finden sich je nach Methode bei circa 50 % der Patientinnen und Patienten Anzeichen einer Schluckstörung.

Instrumentelle Verfahren zeigen regelmäßig höhere Raten als rein klinische Tests, was sich unter anderem durch stille Aspirationen und andere klinisch stumme Pathologien wie pharyngeale Residuenbildung erklären lässt, möglicherweise aber auch durch einen Selektionsbias bei der Zuweisung zur instrumentellen Diagnostik [1]. Die unmittelbaren Konsequenzen reichen von Aspirationseignissen mit Pneumonie über Dehydratation und Malnutrition bis zu verzögerter Mobilisation, erschwerter Medikamentengabe mit fehlender Medikamentenwirkung und längerer Liegedauer. Mittel- und langfristig wirkt sich eine persistierende Dysphagie negativ auf das funktionelle Outcome, die Lebensqualität und die Teilhabe aus [2]. Diese Gesamtrelevanz hat dazu geführt, dass die aktuelle deutsch-europäische Leitlinienlandschaft universelles Screening, frühzeitige weiterführende Diagnostik und standardisierte Managementpfade empfiehlt – zugleich bleibt der klinische Alltag heterogen und durch lokale Traditionen geprägt [3].

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