Die palliativmedizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittener Multipler Sklerose (MS) fand bisher wenig Beachtung, rückt jedoch mit der neuen Leitlinie der European Academy of Neurology zur Palliativbehandlung der MS zunehmend ins Bewusstsein. In Deutschland gibt es bisher nur wenige Angebote zur MS-Palliativbehandlung und spezifische Versorgungsstrukturen fehlen weitgehend. An der Marianne-Strauß-Klinik wurde ein Konzept zur Neuropalliativbehandlung schwer betroffener MS-Patienten entwickelt. Dieses ist interdisziplinär und multimodal aufgebaut und zielt auf den Erhalt von Lebensqualität, Partizipation und selbstbestimmtem Leben.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

Diagnostik der Myasthenia gravis – ein aktueller Überblick
Die Myasthenia gravis (MG) zählt zu den häufigsten autoimmunen Erkrankungen der neuromuskulären Endplatte und stellt trotz erheblicher diagnostischer Fortschritte weiterhin eine klinische Herausforderung dar. Besonders in frühen Krankheitsstadien oder bei rein okulärer Manifestation werden die Symptome häufig anderen neurologischen, ophthalmologischen oder internistischen Erkrankungen zugeschrieben.

DPtV nimmt Stellung zu geplantem Suizid-Präventionsgesetz
„Suizid ist bei zehn- bis unter 25-Jährigen die häufigste Todesursache. Im Durchschnitt sterben in Deutschland täglich 28 Menschen durch Suizid. Jeder zehnte bis zwölfte Mensch in Deutschland hat im Laufe seines Lebens Suizidgedanken.

Membrantransporter als neue Ziele im Kampf gegen neuronale Erkrankungen
Sie transportieren Nährstoffe, regulieren Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin und beeinflussen den Energiehaushalt des Gehirns: Spezielle Transportproteine in der Zellmembran, sogenannte Solute Carrier (SLCs), erfüllen viele lebenswichtige Aufgaben. Einige von ihnen sind seit Jahrzehnten Angriffspunkte erfolgreicher Medikamente, etwa gegen Depression oder Epilepsie.

