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Studie zeigt gemeinsame genetische Grundlagen psychischer Erkrankungen

genetische Grundlagen psychischer Erkrankungen

Studie zeigt gemeinsame genetische Grundlagen psychischer Erkrankungen

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Psychische Erkrankungen

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: neuro aktuell

Psychische Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf – etwa Depressionen zusammen mit Angststörungen oder Schizophrenie mit bipolarer Störung. Eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie, an der auch Prof. Dr. Anke Hinney, Wissenschaftlerin an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, beteiligt war, liefert nun Hinweise auf wichtige überlappende genetische Faktoren.

Das internationale Forschungsteam hat genetische Daten von über einer Million Menschen mit 14 verschiedenen psychischen Erkrankungen analysiert. Dabei zeigte sich, dass viele dieser Erkrankungen genetisch enger miteinander verwandt sind als bisher angenommen. „Statt jeweils eigene genetische Ursachen zu haben, teilen sich viele psychische Erkrankungen einige wenige gemeinsame genetische Grundlagen“, erklärt Prof. Dr. Anke Hinney, Leiterin der Sektion für Molekulargenetik Psychischer Störungen an der LVR-Universitätsklinik Essen. „Vielleicht liefern solche genetischen Analysen langfristig auch Erklärungen für die Geschlechterunterschiede, die bei psychischen Erkrankungen häufig beobachtet werden“, so Hinney weiter.

Besonders deutlich waren die Überschneidungen zwischen Schizophrenie und bipolarer Störung sowie zwischen Depression, Angststörungen und posttraumatischer Belastungsstörungen. Hier fanden die Forschenden kaum krankheitsspezifische genetische Unterschiede, sondern viele gemeinsame biologische Grundlagen. Die Studie zeigt zudem, dass unterschiedliche Gruppen psychischer Erkrankungen auch jeweils mit verschiedenen Zelltypen im Gehirn in Zusammenhang stehen.

Die Autorinnen und Autoren hoffen, dass ihre Ergebnisse langfristig dazu beitragen werden, psychische Erkrankungen biologisch besser einzuordnen. Das könnte auch die Entwicklung von Therapien unterstützen, die gezielt mehrere häufig gemeinsam auftretende Erkrankungen gleichzeitig behandeln.

Pressemitteilung der Essener Universitätsmedizin

Originalveröffentlichung: Nature 2026; 649(8096): 406-415. doi: 10.1038/s41586-025-09820-3. Epub 2025 Dec 10.
Mapping the genetic landscape across 14 psychiatric disorders

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