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Ermutigend: Erste Daten zur therapeutischen Impfung beim Glioblastom

Ermutigend: Erste Daten zur therapeutischen Impfung beim Glioblastom

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Erschienen in: onkologie heute

Bei einer kleinen Anzahl von Patienten mit Glioblastom löste ein innovativer RNA-Impfstoff in fast 80 % der Fälle eine krebsantigen-spezifische T-Zellantwort aus. Bei den meisten Patienten war vor der Impfung keine T-Zell-Aktivität gegen die kodierten Krebsantigene nachweisbar. Diese ermutigenden Daten wurden beim ESMO 2024 in Barcelona präsentiert.

Die in Barcelona vorgestellten Daten zur Immunogenität sowie zur Sicherheit und Verträglichkeit der therapeutischen mRNA-Vakzine stammen aus dem Dosis-Eskalations-Teil A einer laufenden Phase-I-Studie. Für diesen Teil der offenen Studie wurden 16 Patient*innen mit neu diagnostiziertem, reseziertem MGMT-unmethyliertem Glioblastom oder Astrozytom mit molekularer Signatur eines Glioblastoms rekrutiert. Bei 44 % der Studienteilnehmer konnte der Tumor vollständig entfernt werden, bei 56 % war eine Teilresektion erfolgt. Anschließend hatten alle Patienten eine Radiochemotherapie mit Temozolomid erhalten.

Die therapeutische Impfung mit CVGBM ersetzt die Temozolomid-Erhaltungstherapie. Nach Abschluss der Strahlenchemotherapie bekamen die Studienteilnehmer sieben intramuskuläre Impfungen in aufsteigender Dosierung von 12 bis 100 μg an den Tagen 1, 8, 15, 29, 43, 57 und 71. Patienten ohne Progress konnten weitere Erhaltungsimpfungen erhalten. Antigen-spezifische Antworten der CD4+ und CD8+ T-Zellen wurden bis zum Tag 99 untersucht.

Hohe Rate spezifischer Immunreaktionen

Die therapeutische Impfung induzierte bei 77 % der Patienten Krebsantigen-spezifische T-Zell-Antworten. Bei 84 % dieser Responder war vorher keine T-Zellaktivität gegen die betreffenden Antigene messbar gewesen. Die Mehrzahl der Patienten (69 %) mit Krebsantigen-spezifischer Impfreaktion zeigte eine Antwort der CD8+ T-Zellen. 31% hatten eine CD4+ Antwort, und bei 23 % reagierten sowohl CD8+ als auch CD4+ Zellen. CD8+-Zellen sind zytotoxische T-Zellen, die Krebszellen angreifen und zerstören. CD4+ T-Zellen, die auch als T-Helferzellen bezeichnet werden, spielen eine entscheidende Rolle bei der Koordination der Immunantwort und unterstützen die Aktivität der CD8+ T-Zellen.

Der Impfstoff wurde bis zur höchsten getesteten Dosis von 100 μg meist gut vertragen. Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse waren leichte bis mittelschwere systemische Reaktionen wie Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost, die innerhalb von ein bis zwei Tagen nach Injektion abklangen. Bei sieben Patienten traten insgesamt neun schwere Nebenwirkungen der Kategorie Grad 3 auf. Die 100μg-Dosierung wurde für den Dosisexpansions-Teil B der Studie ausgewählt, für den derzeit Patienten rekrutiert werden.

„Diese ersten Daten sind ermutigend. Am wichtigsten ist: Die starken de novo T-Zell-Antworten, die bei einer signifikanten Anzahl von Patienten beobachtet wurden, zeigen die Fähigkeit des Impfstoffs, die Immuntoleranz gegenüber dem Tumor zu brechen und eine neue Immunantwort zu erzeugen“, sagte Prof. Ghazaleh Tabatabai, Leiterin der Abteilung Neurologie mit Interdisziplinäre Neuroonkologie am Universitätsklinikum Tübingen.

CVGBM ist laut Hersteller CureVac der erste Krebsimpfstoff, der auf dem firmeneigenen mRNA-Gerüst der zweiten Generation basiert. Es kodiert für ein einzelnes Fusionsprotein mit acht Epitopen, die von tumorassoziierten Antigenen (TAA) mit Relevanz für Glioblastome abgeleitet sind. CVGBM verwendet unmodifizierte mRNA und ist in Lipid-Nanopartikeln formuliert.

Quelle: Pressemitteilung von CureVac vom 13. September 2024

First-in-human study of the mRNA-based cancer vaccine CVGBM in patients with newly diagnose and surgically resected MGMT-unmethylated glioblastoma (GBM): First results from the dose-escalation phase. Präsentation ESMO 2024. https://www.curevac.com/wp-content/uploads/2024/09/20240913-CVGBM_ESMO-2024.pdf

Bilderquelle: © guerrieroale – stock.adobe.com

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