Onkologie » Hämatoonkologie

»

Finanzhilfe in schweren Zeiten wurde aufgestockt

Lächelnde Betreuerin unterstützt ein krebskrankes Kind mit blauem Kopftuch

Finanzhilfe in schweren Zeiten wurde aufgestockt

Aktuelles

Onkologie

Hämatoonkologie

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Der Sozialfond der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe e. V. unterstützt Familien mit Kindern, die an Leukämie erkrankt sind. Mit Wirkung ab 1. Januar 2025 wurde die einmalige Soforthilfe erhöht.

Die Krebsdiagnose bei einem Kind stellt für die Familien eine enorme Belastung dar – auch finanziell. Eltern stehen vor der Herausforderung, ihr krankes Kind bestmöglich durch die Therapie zu begleiten. Gleichzeitig dürfen aber auch Geschwister nicht zu kurz kommen. Zumindest ein Elternteil gibt häufig die berufliche Tätigkeit vorübergehend auf, was zu erheblichen finanziellen Einbußen führt.

Um betroffene Familien mit einem krebskranken Kind zu helfen, hat der Dachverband Deutsche Leukämie-Forschungshilfe e. V. (DLFH) in den neunziger Jahren den Sozialfonds geschaffen. Bislang konnten in finanzielle Not geratene Familien darüber eine einmalige Soforthilfe von bis zu 2.500 Euro Soforthilfe erhalten. Dieser Betrag erhöht sich ab Januar 2025 auf bis zu 3.500 Euro. „Wir freuen uns, diesen Familien künftig noch besser zur Seite stehen zu können und ihnen so zumindest ein wenig von den finanziellen Sorgen zu nehmen“, erklärt Martin Spranck, Geschäftsführer der DLFH und der Deutschen Kinderkrebsstiftung.

Schnell und unbürokratisch

Jährlich gehen mehr als 500 Anträge ein. Die meisten erfüllen die Voraussetzungen „Krebserkrankung eines Kindes und finanzielle Notlage” und werden laut Spranck schnell – in der Regel innerhalb von fünf Wochen – und unbürokratisch genehmigt. Der Sozialfonds steht auch verwaisten Familien zur Verfügung. Sie können bis zu einem Jahr nach Versterben des Kindes einen Antrag auf Unterstützung stellen. Seit Gründung des Sozialfonds wurden Familien von krebskranken Kindern mit insgesamt 20 Millionen EUR unterstützt, die in erster Linie durch Spenden finanziert wurden.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Kinderkrebshilfe vom 13.12.2024

Bilderquelle: © Photographee.eu – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Handschlag über einem Schreibtisch als Symbol für eine Kooperation

Krebsprävention: DKFZ und BIPS bündeln ihre vereinten Kräfte

Aktuelles

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) möchten ihre Zusammenarbeit in der Krebsprävention deutlich ausbauen. Ein Memorandum of Understanding besiegelt erstmals die fünfjährige Partnerschaft ab September 2026. Erste Projekte zum risikoadaptierten Prostatakrebs-Screening starten bereits in diesem Jahr.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Referent praesentiert Diagramme auf Leinwand vor Publikum bei Vortrag zu Gender Data Gap

Öffentlicher Vortrag: Gender Data Gap bei Krebs

Kongress

Männer und Frauen erkranken nicht nur unterschiedlich häufig an Krebs, sie sprechen oft auch unterschiedlich auf Therapien an. Dennoch werden geschlechtsspezifische Unterschiede in Forschung und klinischen Studien häufig unzureichend berücksichtigt.

Onkologie

Lungenkarzinom

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen
Illustration des weiblichen Fortpflanzungssystems mit hervorgehobenen Tumorzellen, symbolisch für die Fortschritte in der Therapie des Ovarialkarzinoms.

Ovarialkarzinom: Genaktivitätsmuster verrät wer von einer Therapie profitiert

Aktuelles

Eierstockkrebs wird oft spät entdeckt und ist selten heilbar. Viele Patientinnen erhalten zusätzlich zur Chemotherapie Bevacizumab, das die Blutversorgung des Tumors blockiert – es hilft doch nicht allen und hat teils schwere Nebenwirkungen.

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Ovarialkarzinom

Beitrag lesen