Onkologie » Gynäkologische Tumoren » Mammakarzinom

»

Nahrungsaufnahme vor Chemotherapie kann Übelkeit lindern

Eine kahlköpfige Frau in einem weichen Bademantel, die in ihrer Küche zu Hause sorgfältig eine Orange schält

Quelle: © yta – stock.adobe.com

Nahrungsaufnahme vor Chemotherapie kann Übelkeit lindern

Kongress

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV) stellen nach wie vor eine erhebliche Belastung für Patientinnen dar, die eine systemische Therapie erhalten, und beeinträchtigen deren Lebensqualität. Die Rolle der Nahrungsaufnahme vor der Chemotherapie ist bislang kaum erforscht. In einer auf dem DGS-Kongress vorgestellten Studie wurde der Einfluss des Essverhaltens vor der Chemotherapie auf CINV anhand hochauflösender Patiententagebuchdaten aus der randomisierten Phase-III-Studie SUCCESS-C untersucht.

An der SUCCESS-C-Studie (NCT00847444) nahmen 3.463 Frauen mit HER2-negativem Brustkrebs im Frühstadium teil, die entweder mit einer FEC- oder einer TC-Chemotherapie behandelt wurden. In die vorgestellte Analyse wurden 1.582 Patientinnen mit vollständigen Tagebuchdaten einbezogen. Übelkeit, Erbrechen, Würgen, die Einnahme von Antiemetika und die Nahrungsaufnahme wurden während der Zyklen 1–3 fünf Tage lang stündlich nach der Chemotherapie erfasst. Das Übelkeitsfrei-Überleben (NFS) und das Erbrechenfrei-Überleben (EFS) wurden im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme vor der Chemotherapie analysiert.

Von den 1.582 Patientinnen erhielten 814 eine FEC-Therapie und 768 eine TC-Therapie; die Ausgangsmerkmale waren vergleichbar. In der FEC-Gruppe war die Nahrungsaufnahme vor der Chemotherapie signifikant mit einer verbesserten NFS im Zyklus 1 und einer verbesserten EFS im Zyklus 2 assoziiert. In der TC-Gruppe wurde ein signifikanter Zusammenhang für das EFS in den Zyklen 1 und 2 beobachtet, ohne dass sich dies auf das NFS auswirkte. Die meisten Ereignisse traten in beiden Gruppen innerhalb der ersten 12 Stunden nach der Chemotherapie auf.

Die Nahrungsaufnahme vor der Chemotherapie war sowohl bei der FEC- als auch bei der TC-Therapie mit einem verbesserten erbrechenfreiem Überleben und in der FEC-Gruppe mit einem verbesserten übelkeitsfreien Überleben verbunden, insbesondere während der akuten Phase. Die Studienautor*innen schlossen daraus, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass das Essverhalten vor der Chemotherapie den Verlauf der CINV beeinflussen kann und weitere Untersuchungen rechtfertigt.

Quelle: Schäffler H et al. Impact of Pre-Chemotherapy Food Intake on Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting in Patients with Early Breast Cancer: A Subanalysis of the randomized SUCCESS-C Trial. Senologie 2026, 23.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Operationsteam in blauen OP-Kitteln und gruener Haube fuehrt unter hellem OP-Licht eine Lebertransplantation durch, im Vordergrund sind Monitore und Infusionen zu sehen

Lebertransplantation:  Neue Therapiemöglichkeit bei Darmkrebs

Aktuelles

Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland und fast die Hälfte aller Erkrankten entwickeln in Verlauf Lebermetastasten. Eine operative Entfernung schafft eine gute Chance auf Heilung ist aber nur bei 20–30 Prozent immer möglich. Eine internationale Studie zeigt jetzt, dass ausgewählte Patient*innen von eine Lebendspende profitieren können.

Onkologie

Gastrointestinale Tumoren

Darmkrebs

Beitrag lesen
Wissenschaftler haelt einen Vortrag an einem Rednerpult vor einer Leinwand mit dem Titel zur datengetriebenen klinischen Raman-Spektroskopie

Zwei internationale Auzeichnungen für Jürgen Popp

Personalia

Jürgen Popp, Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-IPHT erhielt den Ellis R. Lippincott Award und die Auszeichnung als Ehrenmitglied der Society for Applied Spectroscopy.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Mutter und Tochter werden von einer Kinderärztin beraten

Förderung für ein verbesserte Nachsorge bei kindlichen Hirntumoren

Aktuelles

Circa 600 Kinder und Jugendliche erhalten jährlich die Diagnose Hirntumoren in Deutschland. Der GBA fördert ein Projekt für eine verbesserte Nachsorge mit 4,6 Millionen Euro.

Onkologie

Hirntumoren

Beitrag lesen