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Zwei internationale Auzeichnungen für Jürgen Popp

Wissenschaftler haelt einen Vortrag an einem Rednerpult vor einer Leinwand mit dem Titel zur datengetriebenen klinischen Raman-Spektroskopie

Quelle: © Glen Jackson

Zwei internationale Auzeichnungen für Jürgen Popp

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Erschienen in: onkologie heute

Jürgen Popp, Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-IPHT erhielt den Ellis R. Lippincott Award und die Auszeichnung als Ehrenmitglied der Society for Applied Spectroscopy.

Der Ellis R. Lippincott Award würdigt Popps wegweisende Arbeiten zur klinischen Raman-Spektroskopie und seinen Beitrag dazu, die Methode als wichtiges analytisches Verfahren zu etablieren und für medizinische Anwendungen weiterzuentwickeln. Der Preis, den Optica, die Coblentz Society und die Society for Applied Spectroscopy jährlich verleihen, zählt zu den international renommierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Schwingungsspektroskopie.

Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die Society for Applied Spectroscopy zugleich Popps herausragende Beiträge zur Spektroskopie. Die Honorary Membership ist die höchste Auszeichnung der Fachgesellschaft und hebt insbesondere seine Leistungen bei der Überführung spektroskopischer Verfahren aus der Grundlagenforschung in biomedizinische und klinische Anwendungen hervor.

Nach der Verleihung des Lippincott Awards stellte Popp in seinem Plenarvortrag „Data-Driven Clinical Raman Spectroscopy and the Emergence of Optical Digital Twins“ aktuelle Perspektiven seiner Forschung vor. Er zeigte, wie Raman-Spektroskopie und Künstliche Intelligenz die molekulare Diagnostik in der Infektionsmedizin und Onkologie beschleunigen können. Als weiterführende Vision stellte er das Konzept personalisierter optischer digitaler Zwillinge vor. Dabei sollen molekulare Fingerabdrücke beispielsweise aus wiederholten Raman- und Infrarotmessungen mit klinischen Daten und physiologischen Informationen, etwa aus Wearables, verknüpft werden. Ziel sind individuelle Gesundheitsprofile, die Veränderungen vom persönlichen Normalzustand frühzeitig sichtbar machen und perspektivisch eine stärker präventive und personalisierte Medizin unterstützen könnten.

„Dass beide Auszeichnungen auf der SciX zusammenkommen, freut mich besonders“, sagt Jürgen Popp. „Ich verstehe sie auch als Anerkennung der hervorragenden Arbeit unserer Teams am Leibniz-IPHT und an der Universität Jena sowie unserer langjährigen Partner. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, spektroskopische Methoden aus der Grundlagenforschung in die medizinische Anwendung zu bringen.“

Popp leitet seit 2006 das Leibniz-IPHT und ist Professor für Physikalische Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seine Forschung verbindet Schwingungsspektroskopie und biophotonische Verfahren mit Anwendungen in der Infektionsdiagnostik, Onkologie und Präzisionsmedizin.

Quelle: Pressemitteilung Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

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