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Subanalyse ELEVATE RR-Studie: Acalabrutinib bei vorbehandelter CLL besser verträglich als Ibrutinib

Subanalyse ELEVATE RR-Studie: Acalabrutinib bei vorbehandelter CLL besser verträglich als Ibrutinib

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Erschienen in: onkologie heute

Die offene multizentrische Phase-III-Nicht-Unterlegenheitsstudie ELEVATE RR verglich erstmals den Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) der zweiten Generation Acalabrutinib (100 mg bid) mit Ibrutinib (420 mg, qd) bei 533 Patienten mit rezidivierter oder refraktärer chronisch lymphatischer Leukämie (r/r CLL) und Hochrisiko-Merkmalen (17p- und/oder 11q-Deletion) [1].

Eine von Seymour et al. auf dem diesjährigen ASH-Meeting vorgestellte Subanalyse erhob zusätzliche Daten zur weiteren Charakterisierung BTKi-bezogener unerwünschter Ereignisse (AEs), Ereignisse von klinischem Interesse (ECIs) und des Sicherheitsprofils.

Unter den kardiovaskulären (CV) Ereignissen und ECIs zeigten sich unter Ibrutinib insgesamt statistisch höhere Inzidenzen von Vorhofflimmern/-flattern, arterieller Hypertonie sowie Blutungen als unter Acalabrutinib.

Bei Vorhofflimmern/-flattern jeglicher Schweregrade war die mediane Zeit bis zum Auftreten unter Acalabrutinib länger als nach Gabe von Ibrutinib (28,8 vs. 16,0 Monate), ebenso ergab sich eine niedrigere kumulative Inzidenz nach 6, 12, 18 und 24 Monaten. Auch in den Untergruppen Alter (< 65 Jahre, ≥ 65 Jahre) und vorherige Therapielinien trat Vorhofflimmern/-flattern unter Acalabrutinib seltener auf als unter Ibrutinib. Die Cox-Proportional-Hazards (PH)-Analyse des neu auftretenden Vorhofflimmerns zeigte eine 63%ige Reduktion zugunsten von Acalabrutinib.

Ebenso war Bluthochdruck seltener unter Acalabrutinib als nach Gabe von Ibrutinib zu beobachten. Die kumulative Inzidenz war nach 6, 12, 18 und 24 Monaten niedriger, und die Cox-PH-Analyse der neu auftretenden arteriellen Hypertonie zeigte eine 77%ige Reduktion zugunsten von Acalabrutinib.

Auch Blutungsereignisse traten in der Acalabrutinib-Gruppe seltener auf. Dies lässt die niedrigere kumulative Inzidenz nach 6, 12, 18 und 24 Monaten erkennen. Stratifiziert nach Alter (< 65 Jahre, ≥ 65 Jahre) und der vorangegangenen Therapielinie waren die Patienten unter Acalabrutinib ebenfalls seltener von Blutungen betroffen.

Nach Schlussfolgerungen der Autoren zeigt damit diese ereignisbasierte Analyse der ELEVATE RR-Studie bei CLL-Patienten eine höhere BTKi-bezogene Toxizitätsbelastung unter Ibrutinib und eine bessere kardiovaskuläre Verträglichkeit von Acalabrutinib in allen Untergruppen bei vergleichbarer Wirksamkeit.

Literatur:

  1. Byrd J et al. First results of a head-to-head trial of acalabrutinib versus ibrutinib in previously treated chronic lymphocytic leukemia. J Oncol 2021; 39: 15 Suppl. 7500–7500 

Autorin: Dr. Katrina Recker

Quelle: Seymour JF et al. Characterization of Bruton Tyrosine Kinase Inhibitor (BTKi)-Related Adverse Events in a Head-to-Head Trial of Acalabrutinib Versus Ibrutinib in Previously Treated Chronic Lymphocytic Leukemia (CLL), Abstract 3721; Session642. Chronic Lymphocytic Leukemia: Clinical and Epidemiological: Poster III, 13.12.2021, ASH 2021

Bilderquelle: © jarun011 – stock.adobe.com

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