Ophthalmologie » Hinterer Augenabschnitt

»

„Es sieht aus wie Drusen – aber ist es immer AMD?“

Augenuntersuchung an alter Dame

Quelle: © stockadobe / pressmaster

„Es sieht aus wie Drusen – aber ist es immer AMD?“

Aus der Praxis

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Bereits im dritten Jahr bietet das AMD-Netz augenärztliche Fortbildungen aus der Reihe „AMD Kompakt“ zu speziellen Aspekten der Makuladegeneration an. Die Online-Veranstaltungen haben sich längst etabliert, werden gut angenommen und sind mit einem CME-Punkt durch die Ärztekammer anerkannt.

Am 15. April 2026 fand die siebte Fortbildung statt, in der Prof. Dr. Focke Ziemssen, Leiter der Augenklinik im Universitätsklinikum Leipzig, zum Thema „Port Delivery System – ein neuer Baustein bei der Therapie der nAMD“ referierte. In dem Vortrag ging es um ein nachfüllbares Implantat, welches durch eine kleine Operation in das Auge eingebracht wird. Die Zulassung wird noch in diesem Jahr erwartet. Ziel soll sein, Termine für die Spitzentherapie für Betroffenen einer feuchten AMD zu reduzieren und durch ein Reservoir eine kontinuierliche Medikamentenabgabe und damit eine längere Wirkung zu gewährleisten. Dabei ist das Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Siehe auch Experten-Interview zum PDS: „Zum Visuserhalt bei AMD derzeit die beste Option“

Moderiert wurde die Veranstaltung mit 70 Teilnehmenden von Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff.

Am Ende stellte PD Dr. Klaus Dieter Lemmen noch einen besonderen Fall vor: „Es sieht aus wie Drusen – aber ist es immer AMD?“ Anhand einer Präsentation erklärte er das Diagnoseverfahren bei vier Patienten und wies darauf hin, beim Nachweis von Drusen bei jüngeren Betroffenen eine humangenetische Analyse in Betracht zu ziehen. 

Der Mitschnitt der Fortbildung kann auf der Website des AMD-Netz angeschaut werden unter: www.amd-netz.de/amd-kompakt

Gesponsort wurde die Veranstaltung von BA.Unternehmensgruppe, Bayer, Novartis, OmniVision und Roche.

Save the Dates

In diesem Jahr bietet das AMD-Netz noch weitere Online-Fortbildungen für Augenärzte an:

09.09.2026:

Makuläre Atrophie unter Anti-VEGF-Langzeittherapie – eine Herausforderung?
mit Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff und PD Dr. Klaus Dieter Lemmen

04.11.2026:

Charakterisierung von Biomarkern unter Therapie der nAMD
mit Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch und Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff

Die Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.amd-netz.de

Symbolbild: stockadobe.com / pressmaster

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Porträt von Prof. Volker Busskamp.

Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt

Aktuelles

Die mit dem Medizin-Nobelpreis 2026 ausgezeichnete Optogenetik eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse neuronaler Netzwerke und degenerativer Netzhauterkrankungen. Prof. Volker Busskamp ordnet die Bedeutung der Technologie für die ophthalmologische Forschung ein.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Die Albrecht-von-Graefe-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die DOG vergibt und wird laut Statuten alle zehn Jahre „demjenigen zuerkannt, der sich unter den Zeitgenossen – ohne Unterschied der Nationalität – die größten Verdienste um die Förderung der Ophthalmologie erworben hat.“ Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren und wurde durch die DOG-Mitgliederversammlung bestätigt. Albrecht von Graefe entwickelte 1857 eine neue Operationsmethode bei Grünem Star. Erster Träger der Albrecht-von-Graefe-Medaille war 1886 Hermann von Helmholtz, der den Augenspiegel zur Untersuchung des Augeninneren erfand. In 2016 wurde die Albrecht-von-Graefe-Medaille zuletzt an Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner für seine Forschungsarbeiten zur Netzhautfunktion sowie für die Entwicklung des elektronischen Retina-Implantats verliehen, das blinden Menschen mit Retinitis pigmentosa ein orientierendes Schwarz-Weiß-Sehen ermöglicht.

DOG verleiht Alan Bird die Albrecht-von-Graefe-Medaille

Kongress

Die DOG hat den britischen Retina-Spezialisten Alan C. Bird mit der Albrecht-von-Graefe-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Ehrung der Fachgesellschaft würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung von Netzhauterkrankungen und zur modernen Retina-Medizin.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Preisverleihung des klinischen Forschungspreises 2026 an Dr. Lukas Goerdt.

Klinischer Forschungspreis 2026 für AMD-Forscher Lukas Goerdt

Aktuelles

Für seine Arbeiten zur Verbesserung der Diagnostik bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) erhält Dr. Lukas Goerdt den klinischen Forschungspreis 2026 von PRO RETINA und Retina Suisse. Die Auszeichnung wurde auf dem DOG-Kongress in Berlin verliehen.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen