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Motorische Meilensteine in den ersten beiden Lebensjahren

Baby übt erste Schritte, während es von den Händen eines Erwachsenen gestützt wird.

Quelle: © Anastasiya – stock.adobe.com

Motorische Meilensteine in den ersten beiden Lebensjahren

Fachbeitrag

Paediatrie

Allgemeinpädiatrie

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: pädiatrische praxis

Normwerte auf Grundlage einer Längsschnittstudie in Deutschland

In den ersten beiden Lebensjahren erwerben Kinder grundlegende grob- und feinmotorische Fertigkeiten. Der Zeitpunkt, zu dem ein Kind bestimmte motorische Meilensteine erreicht, dient dabei als wichtiger Orientierungswert zur Beurteilung seiner Entwicklung. Dieser Beitrag analysiert die Entwicklung 18 grob- und feinmotorischer Meilensteine und stellt Normwerte für normal- und untergewichtige Kinder vor.

Zusammenfassung

Zielsetzung/Hintergrund: Diese Arbeit analysiert die Entwicklung von 18 grob- und feinmotorischen Meilensteinen in den ersten beiden Lebensjahren und stellt Normwerte für normalgewichtige und untergewichtige Kinder vor.
Studiendesign/Methode: Die Daten stammen aus einem Forschungsprojekt mit über 3.400 teilnehmenden Eltern, hauptsächlich in Deutschland. Im Rahmen eines partizipativen Forschungsansatzes (Citizen Science) dokumentierten die Eltern die Entwicklung ihrer Kinder online anhand eines Kalenders, der 14 grob- und 4 feinmotorische Fähigkeiten von der Geburt bis zum Laufenlernen erfasst.
Ergebnisse/Schlussfolgerung: Zwischen Mädchen und Jungen zeigten sich lediglich geringe und statistisch nicht signifikante Unterschiede im Erreichen der Entwicklungsmeilensteine. Auch die Art der Entbindung, die Ernährung, das Geburtsgewicht, vorhandene Geschwister, das Alter der Mütter, der soziale Status der Eltern und der Geburtsmonat haben keinen Einfluss auf die motorische Entwicklung. Frühgeborene und untergewichtige Neugeborene zeigten jedoch im Vergleich zu normalgewichtigen Neugeborenen eine signifikant verzögerte motorische Entwicklung. Daher werden gesonderte Normwerte für die Gesamtstichprobe sowie für normalgewichtige und untergewichtige Kinder angegeben.

Autor: H. Krombholz (Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP), Amberg)

Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in pädiatrische praxis 2026; 105 (1): 39–55.

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