Differenzialdiagnosen sowie Empfehlungen zu Diagnostik und Management
Picky Eating und restriktives Essverhalten sind bei Kindern und Jugendlichen häufig und reichen von entwicklungsnaher Selektivität bis zu klinisch relevanten Essstörungen. Eine sorgfältige Differenzialdiagnostik ist entscheidend, um Anorexia nervosa, ARFID, Emetophobie oder restriktives Essverhalten im Rahmen anderer Erkrankungen abgrenzen und entsprechend behandeln zu können.
Zusammenfassung
Picky Eating und restriktives Essverhalten sind im Kindes- und Jugendalter häufig und reichen von entwicklungsnaher Selektivität bis zu klinisch relevanten Essstörungen. Um insbesondere Anorexia nervosa, Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder (ARFID), Emetophobie oder restriktives Essverhalten im Rahmen anderer psychischer oder somatischer Erkrankungen abzugrenzen, ist eine sorgfältige Differenzialdiagnostik erforderlich. Für die diagnostische Einordnung sind dabei neben Gewichts- und Wachstumsverlauf insbesondere die zugrunde liegende Motivation der Nahrungsrestriktion, mögliche Nährstoffmängel sowie psychosoziale Beeinträchtigungen entscheidend. Bei entwicklungsnahem Picky Eating stehen wiederholte, stufenweise Exposition gegenüber neuen Lebensmitteln, sensorisch-spielerische Ansätze und elternbezogene Interventionen im Vordergrund. Klinisch relevante Störungen erfordern dagegen eine spezifische psychotherapeutische und somatische Behandlung.
Autorinnen und Autoren: U. Voderholzer, E. Schulla, M. Fumi, C. Fricke, S. Naab (Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee)
Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in pädiatrische praxis 2026; 105 (1): 8–15.
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