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Psychosomatische Grundversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin

Kinderärztin spricht mit kleinem Jungen, der einen Teddybär hält

Quelle: © fizkes – stock.adobe.com

Psychosomatische Grundversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin

Fachbeitrag

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Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: pädiatrische praxis

Integration in die kinder- und jugendmedizinische Facharztweiterbildung

Seit 2023 ist die Psychosomatische Grundversorgung verbindlich in der (Muster-)Weiterbildungsordnung für Kinder- und Jugendmedizin verankert. Dieser Beitrag diskutiert kritisch Aspekte für eine erfolgreiche Umsetzung der Vorgaben in die Praxis und beleuchtet die aktuelle Datenlage psychosomatischer und psychiatrischer Belastung von Kindern und Jugendlichen.

Zusammenfassung

Bereits vor der COVID-19-Pandemie wurde die Integration der Psychosomatischen Grundversorgung in die Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin gefordert. Der Bedarf ergibt sich aus der Zunahme chronischer und psychischer Erkrankungen (»neue Morbiditäten«) sowie aus Studienergebnissen wie dem KiGGS-Survey, die eine deutliche Zunahme psychosomatischer Beschwerden zeigen. Pandemiebedingte Kontaktbeschränkungen, Klimakrise, Kriege, wirtschaftliche Unsicherheit und digitale Medien haben das psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen weiter beeinträchtigt. Rund 400.000 Minderjährige in Deutschland sind aktuell stärker psychisch belastet als vor der Pandemie. Ziel muss daher fachübergreifend die frühzeitige Erkennung und Behandlung psychosomatischer Symptome, die Förderung der elterlichen Fürsorgekompetenz und die Stärkung der Resilienz betroffener Familien sein. Dies setzt eine entsprechende Grundlagenqualifikation voraus, wie sie im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung (PGV) vermittelt wird. Entsprechend hat der 127. Deutsche Ärztetag 2023 die PGV verbindlich in die (Muster-)Weiterbildungsordnung für Kinder- und Jugendmedizin aufgenommen. Strukturiert vermittelte Inhalte wie eine mentalisierungsorientierte Gesprächsführung, Balint-Gruppenarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind zentrale Bestandteile. Der vorliegende Artikel fasst die aktuelle Datenlage zu psychosomatischer und psychiatrischer Belastung von Kindern und Jugendlichen zusammen und diskutiert kritisch Aspekte für eine erfolgreiche Umsetzung der Vorgaben. Ziel sollte es sein, die Integration von somatischer und psychischer Medizin zu fördern.

Autor*innen: S. Lienert1,2, M. H. Maurer1,3, P. Sobanski1,4, T. Frey1,5, V. Reschke1,6, M. Endres1,7, C. Rexroth1,8

1 Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e. V., München; 2 Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Sozialpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Dr. Lienert und Kollegen:Innen, Nürnberg; 3 Gutachtenstelle für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neuruppin; 4 Kinderklinik Memmingen, Psychosomatische Abteilung, SPZ, Memmingen; 5 Klinik Hochried, KJF Klinik, Murnau; 6 Praxis für Psychotherapie, Kaufbeuren; 7 Praxis für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, München; 8medbo Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Amberg | Cham | Weiden

Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in pädiatrische praxis 2026; 104 (3): 336–349.

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