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Herausforderung „leichtes Asthma“ in der Praxis

Symbolbild Asthma, gezeichnete Lunge wird von Händen gehalten

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Herausforderung „leichtes Asthma“ in der Praxis

Kongress

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Atemwege

mgb medizin Redaktion

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2 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die Asthma-Prävalenz steigt weltweit. Gründe hierfür sind neben genetischer Veranlagung und allergischer Disposition unter anderem auch Umweltfaktoren sowie Lebensgewohnheiten, berichtete Dr. med. Anita D’Souza, Hamburg, bei einem Symposium des DGP-Kongresses.

„Für das, was wir täglich in der Praxis bei leichtem oder moderatem Asthma tun, gibt es wenig Evidenz“, meinte die niedergelassene Pneumologin. Es gelte regelmäßig das therapeutische Vorgehen zu hinterfragen und zu überprüfen: „Wo bewegen wir uns, auf welcher Therapiestufe starten wir?“  

Für das Therapieziel Asthmakontrolle ist ICS ein essenzieller Bestandteil der frühzeitigen Behandlung. Es wird empfohlen, dass bei Bedarf ICS in Kombination mit LABA eingesetzt werden soll [2]. So kommt es zu einer Verringerung der Exazerbationsrate unter ICS/LABA vs. SABA bei Bedarf [3]. Darüber hinaus ist ICS/LABA effektiver als ICS-Monotherapie in gesteigerter Dosis, mit Verbesserung der FEV1, geringerem SABA-Gebrauch und weniger Candidiasis [4]. Der Haken für die Praxis: Fixkombinationen aus ICS und LABA sind erst ab Stufe 3 der Asthmatherapie zugelassen. „Vorher ist die alleinige Bedarfstherapie mit diesem Medikament off-label“, wies D’Souza hin.

Neue Ansätze für die Krankheitskontrolle

Vielversprechende Daten gibt es nun für den Einsatz einer Kombination aus ICS und SABA, die jedoch noch nicht in Europa zugelassen ist. So zeigte sich unter Budesonid-Salbutamol bei Bedarf bei mildem Asthma eine Reduktion schwerer Asthma-Exazerbationen um 53 % sowie ein Rückgang der Anwendung systemischer Glukokortikoide um 63 % [5]. Auch die Anwendung einer der Allergen-Immuntherapie (AIT) bei allergischer Rhinitis und Asthma hat langfristige therapeutische Konsequenzen: Nach neun Jahren Follow-up zeigte sich in einer Studie mit Krankenkassendaten, dass es zu einem Rückgang der Verschreibungen von Controllern und Relievern kam und sich schwere Exazerbationen und verringerten. „Eine Deeskalation der Asthma-Therapie war unter der AIT wahrscheinlicher“, führte D’Souza aus.

Autorin: Martha-Luise Storre

Quelle: Vortrag „Leichtes Asthma ist eigentlich schwer!“ von Dr. med. Anita D’Souza, Hamburg, im Rahmen des DGP-Kongresses am 19. März 2026 in München.

Literatur:

  1. Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME). Global Burden of Disease Study 2023 (GBD 2023) Results. Seattle, WA: IHME, University of Washington, 2025.
  2. Global Initiative for Asthma (GINA). Global Strategy for Asthma Management and Prevention, 2025.
  3. Papi et al. Lancet Respir Med 2013; 1:23-31.
  4. Ducharme FM et al. Cochrane Database Syst Rev. 2010 Apr 14;2010(4):CD005533.
  5. LaForce C et al. N Engl J Med. 2025 Jul 10;393(2):113-124.

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