Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, Gewalttaten gegenüber Krankenhauspersonal künftig in Schnellverfahren zu ahnden. Die Kliniken verzeichnen einen beunruhigenden Anstieg der Angriffe.
Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG Dr. Gerald Gaß: „Die Krankenhäuser registrieren seit Jahren zunehmende Übergriffe und mehr Gewalt gegen ihre Beschäftigten. Der Vorstoß des Gesundheitsministers, die Täter künftig schneller zu bestrafen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Beschäftigten der Kliniken resignieren heute viel zu oft und verzichten nach Übergriffen häufig gleich auf Anzeigen, da sie langwierige Bürokratie befürchten, die doch nur zu überlangen oder gleich eingestellten Verfahren führt. Straftäter müssen einen zeitlichen Zusammenhang zwischen ihrer Tat und der Verurteilung spüren. Wir unterstützen Minister Linnemann daher bei seinem Kurs.“
Allerdings müssten Gewalttaten aus Sicht der DKG auch spürbare Konsequenzen haben. Wenn Schnellverfahren wieder nur selbst bei Wiederholungstätern zu Bewährungs- oder geringen Geldstrafen führten, frustriere das die Betroffenen der Gewalt zusätzlich. Aber nicht zuletzt sei Gewalt im Krankenhaus nur Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Dr. Gaß: „Die Lösung dieses Problems liegt außerhalb der Kliniken.“
Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft
Bildunterschrift: Der Vorstandsvorsitzende der DKG Dr. Gerald Gaß fordert spürbare Konsequenzen für Gewalttäter in Krankenhäusern.





