Allgemeinmedizin » Stoffwechsel und Hormone

»

Abnehmspritze: Gewichtsreduktion nicht ohne strukturierte Ernährungsbegleitung

© Mykola Komarovskyy_stock.adobe.com

Quelle: © Mykola Komarovskyy_stock.adobe.com

Abnehmspritze: Gewichtsreduktion nicht ohne strukturierte Ernährungsbegleitung

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Magen und Darm, Stoffwechsel und Hormone

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Seit Zulassung der Inkretinanaloga als Adipositastherapie nutzen immer mehr Menschen Abnehmspritzen zur Gewichtsreduktion. Die Medikamente steigern das Sättigungsgefühl und verlangsamen die Magenentleerung, Betroffene essen dadurch weniger und verlieren an Gewicht. Doch mit dem Gewichtsverlust allein ist es nicht getan. Die Inkretinanaloga unterstützen das Abnehmen zwar wirksam. Dennoch werden unerwünschte Wirkungen wie z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Verlust von Muskel- und Knochenmasse oder eine erneute Gewichtszunahme nach dem Absetzen beobachtet. Für einen dauerhaften Gewichtserhalt braucht es daher – vor, während und nach der Behandlung – eine strukturierte Ernährungstherapie mit verhaltenstherapeutischen Elementen, eine Lebensstiländerung mit begleitenden Bewegungseinheiten und ggf. eine psychologische Begleitung. Dabei gilt es, Muskelmasse zu erhalten, Nährstoffdefizite zu vermeiden und ein tragfähiges Essverhalten (mit ausreichender Eiweißzufuhr) zu entwickeln.

Ebenso wichtig sind Muskel- und Ausdauertraining sowie eine Steigerung der Alltagsaktivität. Nur so lässt sich dem Abbau von Muskelmasse entgegenwirken.

Literatur: Mozaffarian D et al. Obesity Silver Spring 2025;33(8):1475‐1503. doi:10.1002/oby.24336

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM)

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© zinkevych - stock.adobe

Tremor: Mit Ultraschall gegen das Zittern

Aktuelles

Der MR-gesteuerte fokussierte Ultraschall eröffnet Menschen mit schwerem Tremor eine Behandlung ohne Hautschnitt und Implantate. Mehr als 1.000 Ultraschallquellen bündeln ihre Energie im Thalamus und veröden gezielt krankhaft veränderte Nervenstrukturen. Die Methode kann eine Alternative zum Hirnschrittmacher sein.

Allgemeinmedizin

Bewegungsapparat

Beitrag lesen
© RFBSIP - stock.adobe

GLP-1-Rezeptoragonisten: Schwefelgeruch beim Aufstoßen nicht ignorieren

Aktuelles

Schwefel-Rülpser unter einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten sind meist harmlos, sollten bei anhaltenden Beschwerden aber ernst genommen werden. Eine langsamere Magenentleerung kann die Symptome begünstigen. Ernährungsanpassungen helfen häufig; bei Risikopatienten ist eine gezielte Abklärung wichtig.

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

Beitrag lesen
© Studio Romantic - stock.adobe

Differenzialdiagnostik: Bei Schwindel auch an vestibuläre Migräne denken

Aktuelles

Wiederkehrender Schwindel kann auf eine vestibuläre Migräne hindeuten – auch wenn Kopfschmerzen fehlen. Die Erkrankung wird häufig spät erkannt und muss unter anderem vom Morbus Menière abgegrenzt werden. Eine gezielte Anamnese zu Attackendauer, Auslösern und Begleitsymptomen erleichtert die Diagnose.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen