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Appendizitis: Bei unkomplizierter akuter Form: Antibiotika statt Appendektomie?

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Appendizitis: Bei unkomplizierter akuter Form: Antibiotika statt Appendektomie?

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Bei unkomplizierter, akuter Appendizitis im Erwachsenenalter ist die Antibiotikatherapie eine wirksame und sichere Alternative zur Operation. Das ergab bereits die Appendicitis Acuta (APPAC)-Studie von 2015. Darin wurden Erwachsene mit unkomplizierter Appendizitis randomisiert eingeteilt für eine offene Appendektomie oder Antibiotika-Kombitherapie (Ertapenem, Levofloxacin, Metronidazol). Es zeigte sich, dass 72,7% der mit Antibiotika behandelten Patienten innerhalb des ersten Jahres keine Appendektomie benötigten (nach 2 Jahren waren es noch 63%, nach 3 Jahren 62% und nach 5 Jahren 61%). Aussagen, wie z.B. zur Langzeit-Rückfall- und Appendektomierate bei erwachsenen Patienten mit unkomplizierter akuter Appendizitis, die mit Antibiotika behandelt wurden und die über 5 Jahre hinausgehen, fehlten bislang.

Die Auswertung einer 10-jährigen Nachbeobachtungsphase der APPAC-Studie hat jetzt ergeben, dass bei Patienten, die zunächst mit Antibiotika wegen unkomplizierter akuter Appendizitis behandelt wurden, die Rückfallrate der Appendizitis bei 37,8% und die kumulative Appendektomierate bei 44,3% lag. Den Forschern zufolge unterstützen die Ergebnisse zwar den Einsatz von Antibiotika bei dieser Indikation als Option für eine Appendektomie. Indes kritisierte die DGAV die Anwendung von Reserveantibiotika zu Studienzwecken während der Behandlung einer Appendizitis.

Quelle: Salminen P et al. JAMA 2026; Published online. doi:10.1001/jama.2025.25921

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