Allgemeinmedizin » Magen und Darm

»

Darmmikrobiom und Stress: Mehr Vielfalt bedeutet stärkere Stressreaktivität

© Rimi - stock.adobe.com

Quelle: © Rimi - stock.adobe.com

Darmmikrobiom und Stress: Mehr Vielfalt bedeutet stärkere Stressreaktivität

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Das Darmmikrobiom beeinflusst zahlreiche körperliche Prozesse: Es übernimmt unter anderem wichtige Funktionen im Stoffwechsel und bei der Immunabwehr und steht über verschiedene Wege auch mit dem Gehirn in Verbindung. Zudem gibt es Hinweise, dass es auch die akute Stressreaktion (Antwort auf Stressauslöser) modulieren kann. Unklar war bislang, ob Unterschiede im Darmmikrobiom beim Menschen tatsächlich mit der Stressreaktivität, also individuelle Reaktionsmuster (d.h. Intensität, Dauer und Schnelligkeit der Stressreaktion) zusammenhängen. Wissenschaftler der Universität Wien konnten nun erstmals zeigen, dass bei gesunden Erwachsenen die Vielfalt der Darmbakterien und deren Kapazität, bestimmte Stoffwechselprodukte herzustellen, mit der akuten Stressreaktion zusammenhängen – insbesondere mit der Stressreaktivität. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise, dass das Darmmikrobiom – und damit auch Ernährung und Lebensstil – eine Rolle bei der Regulation der akuten Stressreaktion spielt.Sie zeigen,dass eine höhere mikrobielle Vielfalt mit einer höheren hormonellen und subjektiven Stressreaktivität zusammenhängt. Zudem zeigte sich, dass die Stressreaktivität mit der Kapazität der Darmbakterien zusammenhängt, unterschiedliche Stoffwechselprodukte zu produzieren. 

Literatur: Karner T et al. Neurobiology of Stress 2026; 42:100807. DOI: 10.1016/j.ynstr.2026.100807

Quelle: Pressemeldung Universität Wien

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Auf dem Foto hält ein junger Arzt eine Klemmbrett und spricht mit einem älteren Patienten.

Biomarkernachweis positiv

Fachbeitrag

Ein positiver Nachweis von Biomarkern für Alzheimer bei leichter kognitiver Störung erfordert in der Aufklärung Expertise und Behutsamkeit.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
Auf dem Bild ist ein Gruppentherapiesetting dargestellt, Menschen sitzen im Kreis auf Stühlen.

Körperbezogene Stressprävention mit Funktioneller Entspannung

Fachbeitrag

Stressprävention mit Funktioneller Entspannung ist ein körperbezogener manualisierter Ansatz und ergänzt bestehende Präventionsangebote. Das Konzept des Manuals sowie erste klinische Anwendungen werden vorgestellt.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© pathdoc – stock.adobe.com

Update Migräne: Bewährte und neue Behandlungsstrategien

Fachbeitrag

Migräne ist häufig, betrifft aber besonders Frauen. Der Überblick zeigt aktuelle Akut- und Prophylaxestrategien: Triptane bleiben erste Wahl, bei kardiovaskulären Risiken kann Lasmiditan eine Option sein. Gepante wie Rimegepant und Atogepant sowie CGRP-Antikörper erweitern die Therapie. Mit PACAP-Hemmern wie Bocunebart rückt zudem ein neuer Signalweg in den Fokus.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen