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Darmmikrobiom und Stress: Mehr Vielfalt bedeutet stärkere Stressreaktivität

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Darmmikrobiom und Stress: Mehr Vielfalt bedeutet stärkere Stressreaktivität

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Das Darmmikrobiom beeinflusst zahlreiche körperliche Prozesse: Es übernimmt unter anderem wichtige Funktionen im Stoffwechsel und bei der Immunabwehr und steht über verschiedene Wege auch mit dem Gehirn in Verbindung. Zudem gibt es Hinweise, dass es auch die akute Stressreaktion (Antwort auf Stressauslöser) modulieren kann. Unklar war bislang, ob Unterschiede im Darmmikrobiom beim Menschen tatsächlich mit der Stressreaktivität, also individuelle Reaktionsmuster (d.h. Intensität, Dauer und Schnelligkeit der Stressreaktion) zusammenhängen. Wissenschaftler der Universität Wien konnten nun erstmals zeigen, dass bei gesunden Erwachsenen die Vielfalt der Darmbakterien und deren Kapazität, bestimmte Stoffwechselprodukte herzustellen, mit der akuten Stressreaktion zusammenhängen – insbesondere mit der Stressreaktivität. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise, dass das Darmmikrobiom – und damit auch Ernährung und Lebensstil – eine Rolle bei der Regulation der akuten Stressreaktion spielt.Sie zeigen,dass eine höhere mikrobielle Vielfalt mit einer höheren hormonellen und subjektiven Stressreaktivität zusammenhängt. Zudem zeigte sich, dass die Stressreaktivität mit der Kapazität der Darmbakterien zusammenhängt, unterschiedliche Stoffwechselprodukte zu produzieren. 

Literatur: Karner T et al. Neurobiology of Stress 2026; 42:100807. DOI: 10.1016/j.ynstr.2026.100807

Quelle: Pressemeldung Universität Wien

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