Im Juli und August kam es unter den Beschäftigten des Frankfurter Flughafens (Fraport) zu Fällen von Malaria tropica (2 davon mit letalem Ausgang), die durch mit dem Flugzeug eingeschleppte, infizierte Anopheles-Stechmücken übertragen wurden. Da zunächst keine weiteren Fälle bekannt wurden, ging das Gesundheitsamt bisher davon aus, dass das Geschehen vor Ort abgeschlossen sei.
Kürzlich hatte dann die Behörde mitgeteilt, dass sich zwei Menschen aus einem Stadtteil, nur wenige Kilometer zum Flughafen entfernt, mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infizierten. Es handelt sich aber weder um Bedienstete der Fraport noch kamen sie aus einem Malaria-Endemiegebiet zurück. Eine dieser Personen ist mittlerweile ebenfalls verstorben. Das Gesundheitsamt untersucht derzeit, wie es zu den beiden Infektionen gekommen ist. Ärzte sollten insbesondere bei Patienten mit unklarem Fieber, die an Flughäfen arbeiten oder in deren unmittelbarer Nähe wohnen, nach wie vor sehr wachsam sein und differentialdiagnostisch immer auch an Malaria denken. Bei ihnen gehen Ärzte in der Regel primär nicht von einem Tropenaufenthalt als mögliche Ursache aus. Zudem kann sich Malaria auch hinter ganz unspezifischen Symptomen wie Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen oder gastrointestinalen Beschwerden verbergen.
Weitere Informationen unter: Flughafenmalaria | Stadt Frankfurt am Main

Quellen:
2026-WCP-0048 Draft.docx – Weekly Communicable Disease Threats Report / ECDO
Todesfall im Zusammenhang mit Malaria-Infektionen | Stadt Frankfurt am Main





