Von den Patienten, die sich einer Herzoperation unterziehen, hat rund ein Drittel eine präoperative Anämie. Weltweit häufigste Ursache ist Eisenmangel, wodurch sich das Risiko für eine Bluttransfusion erhöht. Sowohl Anämie als auch Bluttransfusionen sind mit einer erhöhten Komplikationsrate, Intensivbetreuung im Krankenhaus sowie erhöhter Mortalität verbunden. Australische Forscher gingen in der ITACS-Studie (intravenöses Eisen zur Behandlung von Anämie vor Herzoperation) der Frage nach, ob eine intravenöse Eisensupplementierung vor einer Herzoperation bei Patienten mit präoperativer Anämie die Genesung verbessert und Komplikationen reduziert. Dazu wurden955 Erwachsene mit Anämie, die sich einer elektiven Herzoperation unterziehen mussten, eingeschlossen. Die Teilnehmer erhielten randomisiert 1.000mg Eisen i.v. oder Placebo vor der Operation (1-26 Wochen). Primärer Endpunkt war die DAH90, die Anzahl der Tage, an denen die Patienten innerhalb der ersten 90 Tage nach der Operation am Leben und zuhause waren.
Ergebnis:Die DAH90 betrug nach Eisensupplementierung 81,1 Tage (vs. 80,1 Tage unter Placebo). Zudem konnten Bluttransfusionen eingespart werden (ca. 44 Erythrozyten-Einheiten pro 100 behandelte Patienten).
Quelle: Myles PS et al. BMJ 2026; 394:e100407. doi: https://doi.org/10.1136/bmj-2026-100407





