Frühere Beobachtungsstudien vermuteten bereits eine inverse Korrelation von Rauchen und Parkinsonrisiko. Nun bestätigt eine große prospektive Studie möglicherweise diesen Zusammenhang. Dazu nutzten die Forscher die Daten von 512.701 Personen aus der China Kadoorie Biobank. 74,5% der Männer und 3,3% der Frauen hatten eine Raucherhistorie. Die mittleren ausgeatmeten CO-Werte waren bei Personen, die regelmäßig rauchten, mit 11,1ppm am höchsten, verglichen mit den Werten bei Personen, die nie (3,5ppm), gelegentlich (3,8ppm) oder früher regelmäßig (3,7ppm) geraucht hatten. In der 12-jährigen Nachbeobachtungszeit wurden 1.131 Parkinson-Fälle sowie 2.949 Fälle von neurodegenerativen Erkrankungen erfasst. Erwartungsgemäß war regelmäßiges Rauchen signifikant mit einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs, ischämische Herzerkrankung und Schlaganfall assoziiert. Überraschenderweise hat sich aber regelmäßiges Rauchen als überzeugender potenzieller Schutzfaktor für Parkinson erwiesen (mit einer geschätzten Risikohalbierung und klarer Dosis-Wirkungs-Beziehung). Allerdings waren auch bei Personen, die nie geraucht haben, höhere CO-Werte mit einem geringeren Parkinsonrisiko verbunden (gleiches gilt für Passivraucher). Die Ergebnisse liefern aber keinen Beweis, dass Rauchen vor Parkinson schützt.
Quelle: Darweesh SK et al. JAMA Neurol2026. doi:10.1001/jamaneurol.2026.3048





