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AMK warnt: Vorsicht bei OTC-Kombinationspräparaten mit Pseudoephedrin

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AMK warnt: Vorsicht bei OTC-Kombinationspräparaten mit Pseudoephedrin

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) warnt vor kardiovaskulären Risiken und Überempfindlichkeitsreaktionen bei der Anwendung von rezeptfreien, Pseudoephedrin-haltigen Kombinationsarzneimitteln (z.B. mit Ibuprofen, ASS oder Antihistaminika). Eine Auswertung von 51 UAW-Verdachtsfällen zeigte ein heterogenes Nebenwirkungsspektrum: 31 kardiovaskuläre Ereignisse (u.a. Tachykardien, Blutdruckanstieg) und 19 allergische Reaktionen (z.B. Exantheme).
Besonders relevant ist die Kasuistik eines 42-jährigen Patienten, der nach der Einnahme einer Pseudoephedrin/ASS-Kombination einen Hinterwandinfarkt infolge generalisierter Koronarspasmen sowie Kammerflimmern erlitt. Als Pathomechanismus wird die noradrenerge Vasokonstriktion des indirekten Sympathomimetikums Pseudoephedrin vermutet. In der Folge kann es zu einem Blutdruckanstieg und Vasospasmen kommen. Zudem ist ein allergisch bedingtes akutes Koronarsyndrom als Reaktion auf die ASS-Komponente möglich.
Pseudoephedrin-haltige Kombinationsarzneimittel sind bei schwerer oder unkontrollierter Hypertonie sowie schweren kardiovaskulären Erkrankungen (KHK, Tachyarrhythmien) kontraindiziert. Bei ASS-haltigen Kombinationen erhöhen Asthma bronchiale, Heuschnupfen und insbesondere chronische Atemwegserkrankungen das Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen.

Quelle: Nachrichten Arzneimittelkommission der Apotheker (AMK)

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