Allgemeinmedizin » Onkologie

»

Immuntherapie 2.0: Neuer Ansatz nimmt Schutzbarriere des Tumors ins Visier

© Fluffik - stock.adobe.com

Quelle: © Fluffik - stock.adobe.com

Immuntherapie 2.0: Neuer Ansatz nimmt Schutzbarriere des Tumors ins Visier

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Onkologie

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Ein Tumor besteht neben Krebszellen unter anderem aus Bindegewebszellen (Fibroblasten) in seinem direkten Umfeld. Diese Zellen unterstützen das Wachstum des Tumors und erschweren seine Bekämpfung, indem sie ein dichtes Netzwerk um den Tumor bilden, das wie eine Schutzbarriere wirkt und das Eindringen von Immunzellen und Medikamenten erschwert.

Forscher haben jetzt einen neuartigen Therapieansatz entwickelt, der nicht die Krebszellen selbst, sondern die Fibroblasten angreift. Präklinische Ergebnisse an Tumorgewebeschnitten von Patienten mit Lungen- und Eierstockkrebs zeigen, dass der neu entwickelte Antikörper die Tumor-unterstützenden Bindegewebszellen beseitigen und eine Immunreaktion gegen den Tumor auslösen kann.

Der neu entwickelte FAP x CD3 bispezifische Antikörper OMTX305 kann gleichzeitig an zwei unterschiedliche Zelltypen binden. Er bildet dabei eine Brücke zwischen Immunzellen und seinem Angriffsziel, den Fibroblasten. Durch die Verbindung mit den Fibroblasten werden die Immunzellen aktiviert, die die Barriere bildenden Zellen eliminieren. Darüber hinaus werden aber auch benachbarte Tumorzellen abgetötet.

Der neue Ansatz scheint demnach durch die gezielte Beseitigung der Tumor-unterstützenden Fibroblasten auch eine weiterreichende Immunantwort gegen den Tumor zu fördern.  

Quelle: Pressemeldung Bosch Health Campus (der Deutschen Boschstiftung)

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Nexa - stock.adobe.com

AMK warnt: Vorsicht bei OTC-Kombinationspräparaten mit Pseudoephedrin

Aktuelles

Die AMK warnt vor kardiovaskulären und allergischen Risiken pseudoephedrinhaltiger Kombinationspräparate, etwa mit Ibuprofen, ASS oder Antihistaminika. Unter 51 Verdachtsfällen wurden Tachykardien, Blutdruckanstiege und allergische Reaktionen erfasst. Bei schwerer Hypertonie und schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind diese Präparate kontraindiziert.

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
© marc - stock.adobe.com

Ausgeatmetes Kohlenmonoxid: Rauchen als potenzieller Schutzfaktor für Parkinson?

Aktuelles

Eine prospektive Analyse mit mehr als 512.000 Menschen bestätigt eine beobachtete inverse Beziehung zwischen Rauchen beziehungsweise Kohlenmonoxid und Parkinson-Risiko. Regelmäßiges Rauchen war mit einer möglichen Risikohalbierung verbunden. Wegen der bekannten erheblichen Schäden von Tabak und des Beobachtungscharakters belegt die Studie jedoch keinen Schutz durch Rauchen.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© Seventyfour - stock.adobe.com

Eisensubstitution: Präoperative Gabe verbessert Genesung nach Herzoperation

Aktuelles

In der ITACS-Studie erhielten 955 anämische Erwachsene vor einer elektiven Herzoperation intravenös 1.000 mg Eisen oder Placebo. Die Zahl der Tage, an denen sie in den ersten 90 Tagen lebten und zu Hause waren, unterschied sich nur geringfügig. Zugleich ließen sich pro 100 Behandelten rund 44 Erythrozytenkonzentrate einsparen.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen