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KI-basierter metabolischer BMI macht versteckte Stoffwechselstörungen sichtbar

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KI-basierter metabolischer BMI macht versteckte Stoffwechselstörungen sichtbar

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Der BMI ist eine grobe Maßzahl für Übergewicht, der sich aus Körpergröße und Gewicht errechnet, Dabei wird jedoch außer Acht gelassen, wie gesund oder krank das Körperfett wirklich ist. So gelten bis zu 30% der Menschen gemäß BMI als normalgewichtig, obwohl sie bereits gefährliche Veränderungen des Stoffwechsels zeigen. Umgekehrt gibt es Menschen mit erhöhtem BMI, deren Stoffwechsel weitgehend unauffällig bleibt.

Forscher der Universitäten Leipzig und Göteborg haben jetzt einen neuartigen Ansatz entwickelt, um das individuelle Risiko für Stoffwechselerkrankungen genauer zu bestimmen. Für ihre Untersuchung nutzten sie die Daten zweier Studien mit insgesamt fast 2.000 Teilnehmern. Neben klassischen Gesundheits- und Lebensstilmerkmalen wurden umfangreiche Laborwerte aus Blut und Darmmikrobiom erhoben. Auf dieser Grundlage entwickelten die Forscher ein KI-basiertes Rechenmodell, das den sog. metabolischen BMI (metBMI) vorhersagt. Ergebnis: Ein hoher metBMI ist mit einem bis zu fünfmal höheren Risiko für eine Reihe von Stoffwechselstörungen wie z.B. Fettleber oder Diabetes verbunden. Zudem hatten Menschen mit höherem metBMI eine geringere bakterielle Vielfalt und ein vermindertes Potenzial ihrer Darmflora, Ballaststoffe in gesundheitsfördernde Fettsäuren umzuwandeln.

Literatur: Chakaroun RM et al. Nat Med 2026. https://doi.org/10.1038/s41591-025-04009-7

Quelle: Pressemitteilung Universität Leipzig

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