Ein hoher BMI geht mit schlechter Spermaqualität und verringerter Konzentration von Geschlechtshormonen einher. Unklar ist bislang, inwieweit der Körperfettanteil mit der reproduktiven Leistungsfähigkeit (Spermaqualität, Konzentration Sexualhormone, Hodenvolumen) assoziiert ist. Dieser Frage gingen dänische Forscher auf den Grund. Dazu analysierten sie Daten von 1.058 Männern der Fetal Programming of Semen Quality (FEPOS) Kohorte. Erfasst wurden Körperfettanteil (<8% niedrig, 8–19% normal, 20–24% hoch und ≥25% sehr hoch), BMI und das Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis, ebenso Sperma- und Blutproben sowie Hodenvolumen.
Ergebnis: Der Körperfettanteil war stärker mit einer beeinträchtigten männlichen Fruchtbarkeit assoziiert als der BMI bzw. das Verhältnis von Taille zu Körpergröße.
Im Vergleich zu einem normalen Körperfettanteil war ein hoher und sehr hoher Anteil mit einer niedrigeren Gesamtspermienzahl verbunden (hoch −23%, sehr hoch −15 %). Kein Zusammenhang ergab sich für die weiteren Spermaeigenschaften und das Hodenvolumen. Ein höherer Körperfettanteil war zudem mit niedrigeren Sexualhormon-bindendem Globulin und Testosteron sowie mit höheren Spiegeln von freien Androgenen, Luteinisierendes Hormon und Estradiol assoziiert.
Quelle: Brix N et al. Human Reproduction 2026; 41(9): 1602–1611. https://doi.org/10.1093/humrep/deag104





