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Krebsfrüherkennung: Bluttest erkennt mehr Krebsfälle als klassische Screenings

Eine medizinische Fachkraft bereitet einen Bluttest vor, indem sie einem Patienten eine Manschette am Arm anlegt.

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Krebsfrüherkennung: Bluttest erkennt mehr Krebsfälle als klassische Screenings

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Bis zu 70% aller Krebstodesfälle gehen in Europa und den USA auf Tumoren zurück, für die noch kein Screening zur Früherkennung etabliert ist. Ein neuer Bluttest könnte diese Versorgungslücke jetzt schließen. Der Galleri-Test, ein Multi-Cancer Early Detection (MCED)-Test, kann zahlreiche Krebserkrankungen früher erkennen als bisherige Screenings. Anhand von für Tumorzellen charakteristischen Methylierungsmustern analysiert er zellfreie DNA (cfDNA) im Blut, was zu einer fast 7-fach höheren Zahl entdeckter Krebserkrankungen führt. Das zeigen erste Ergebnisse der auf dem ESMO Congress 2025 präsentierten PATHFINDER-2-Studie. Daneben liefert der Test KI-gestützt aber auch Hinweise, ob ein Krebssignal vorliegt und aus welchem Organ es vermutlich stammt.

An der US-Studie nahmen knapp 36.000 Personen ab 50 Jahren ohne klinische Anzeichen von Krebs teil. Die erste Analyse umfasste die Daten von ca. 25.000 Teilnehmern (mit Nachbeobachtungszeit 12 Monate). Von den 329 Personen mit bestätigter Krebsdiagnose wurden 200 Fälle durch ein Screening erkannt:

133 mittels MCED-Test (114 neue Primärtumoren, 19 Rezidive), 20 durch USPSTF*-A/B-empfohlene Verfahren und 47 durch USPSTF-C-empfohlene Screeningmaßnahmen. Der Test wird bisher noch nicht offiziell empfohlen.

*US Preventive Services Task Force

Quelle: Nima Nabavizadeh et al. Initial results from the registrational PATHFINDER II study. LBA64 / ESMO-Congress 2025, Berlin

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