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Infarkt-Risiko: LDL-Cholesterinsenkung zu selten leitliniengerecht

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Infarkt-Risiko: LDL-Cholesterinsenkung zu selten leitliniengerecht

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Besonders nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall, einer Gefäßoperation oder bei Patienten mit einem hohen Risiko für solche Ereignisse, kommt es zu erhöhten LDL-Cholesterin-Blutwerten. Internationale wie auch die deutschen Leitlinien empfehlen ein gezieltes Absenken des LDL-Cholesterins auf weniger als 55 mg/dl Blut. Doch diese Empfehlung wird noch zu wenig umgesetzt: Viele Menschen, die wegen Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Klinik müssen, haben erhöhte LDL-Cholesterinwerte, die nicht oder nur unzureichend behandelt sind. Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „LipidSnapshot“ offenbaren, warum das so ist: Den Autoren zufolge gelinge in Deutschlands Arztpraxen zu selten leitliniengerechte LDL-Cholesterinsenkung. Und auch Patienten selbst unterschätzen das Risiko hoher Blutfettwerte und nehmen verordnete Lipidsenker nicht regelmäßig ein. Die Lipidexperten werteten dazu Daten von 1.500 niedergelassenen Kardiologen sowie 82.375 Hausärzten aus. Danach erreichen 27% der bei einem Kardiologen behandelten Patienten das LDL-C-Ziel < 55 mg/dl, in der hausärztlichen Versorgung sind es nur 12%. Und: Jeder vierte Herzpatient (27%) in der Hausarztpraxis bekommt gar keine lipidsenkende Therapie verordnet. Bei Patienten unter 50 Jahren ist die Versorgungslücke noch größer. Fast die Hälfte erhält hier gar keine Therapie.

Weitere Ergebnisse unter: Aktuelle Ergebnisse vom LipidSnapshot – Deutsche Gesellschaft für Lipidologie e. V. (DGFL) – Lipid-Liga

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Quelle: Pressemeldung Deutsche Herzstiftung

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