DDas Lipödem ist eine chronische, schmerzhafte Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Die Standardtherapie besteht aus einer dauerhaften komplexen Entstauung mit Lymphdrainage, Kompression und Bewegung. Damit können die Symptome gelindert werden, die Schmerzentlastung ist aber häufig nur begrenzt. Die Liposuktion ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem krankhaft vermehrtes Fettgewebe gezielt abgesaugt wird. Die operative Behandlung wurde 2025 in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen. Eine jetzt veröffentlichte neue Studie, vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) initiiert und über GKV-Mittel finanziert, bestätigt die Vorteile der Liposuktion bei Lipödem gegenüber der konservativen Behandlung. 410 Patientinnen im Lipödem-Stadium I bis III wurden dazu in die LIPLEG-Studie aufgenommen. Nach 12 Monaten erreichten 68,3% der operierten Patientinnen eine klinisch relevante Schmerzreduktion von mindestens zwei Punkten auf einer 10-Punkte-Skala (vs. 7,6% der konservativ behandelten Gruppe). Damit erreichten unter Liposuktion deutlich mehr Patientinnen eine relevante Schmerzverbesserung als unter Standardtherapie – bei deutlicher Verbesserung der Lebensqualität. Gleichzeitig bedarf es aber, wie bei allen chirurgischen Eingriffen, einer sorgfältigen individuellen Risiko-Nutzen-Abwägung.
Publikation: Podda M et al. Lancet 2026; 408 (10558): 910-923. https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(26)00910-4/fullt…
Quelle: Pressemitteilung Universität zu Köln





