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Melatonin: Erhöht längere Einnahme das Risiko für Herzinsuffizienz?

Person schläft friedlich auf einer Wolke, symbolisiert gesunden Schlaf und die Wirkung von Melatonin.

Quelle: © Aksaka – stock.adobe.com

Melatonin: Erhöht längere Einnahme das Risiko für Herzinsuffizienz?

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Melatonin wird vielfach angewandt, um das Einschlafen zu erleichtern. Bisher wird der körpereigene Botenstoff aufgrund möglicher antioxidativer Eigenschaften als blutdrucksenkend und gefäßschützend eingestuft. Eine beim AHA-Jahreskongress 2025 präsentierte Beobachtungsstudie aus den USA kommt nun zu einem etwas anderen Ergebnis: Die langfristige Einnahme der freiverkäuflichen Produkte kann zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Demnach habenMenschen mit Schlafproblemen, die über ein Jahr lang regelmäßig Melatonin anwenden, ein deutlich höheres Risiko, eine Herzinsuffizienz (HI) zu entwickeln.

Für ihre Analyse nutzten die Forscher die Daten der TriNetX Global Research Network-Datenbank von mehr als 130.000 Erwachsenen (⌀ 55 Jahre, 61% Frauen ohne bestehende HI) mit diagnostizierter Insomnie. Die Hälfte der Teilnehmer nahm für ≥ 12 Monate regelmäßig Melatonin ein. Ergebnis nach 5-jähriger Beobachtungsphase: 4,6% der Melatonin-Nutzer entwickelten eine HI (vs. 2,7% in der Kontrollgruppe), was einem um 89% erhöhten Risiko entspricht. Die Wahrscheinlichkeit einer HI-bedingten Hospitalisierung war in der Melatonin-Gruppe 3,5-mal höher.

Wie genau Melatonin die Entstehung einer HI begünstigen könnte, geht aus dieser Studie nicht hervor.

Quelle: Nnadi E et al. Präsentation 10. November 2025 / Jahreskongress der American Heart Association (AHA) 2025, 7.-10. November 2025, New Orleans, USA

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