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Mikro- und Nanoplastik in menschlichem Gewebe

Mikroplastik winzige Plastik Kunststoff Partikel auf Finger auf dem Foto sind in einer Nahaufnahme auf einem Finger Mikroplastikpartikel zu erkennen.

Quelle: © gradt – stock.adobe.com

Mikro- und Nanoplastik in menschlichem Gewebe

Fachbeitrag

Allgemeinmedizin

Sonstiges

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: internistische Praxis

Plastik zerfällt zu Mikro- und Nanoplastik, das über Haut, Atemluft und Nahrung in den Körper gelangt. Studien belegen ihre Präsenz in Geweben und Blut – doch Methoden, Kontaminationen und fehlende Standards begrenzen die Aussagekraft. Aktuelle Studien liefern erste Antworten, zeigen aber auch: Viele Fragen bleiben offen. Es wird ein Überblick über den aktuellen Wissensstand gegeben.

Zusammenfassung

Plastik ist allgegenwärtig und zerfällt über verschiedene physikalische, chemische und biologische Prozesse zu Mikro- und Nanoplastik (MNP). Diese winzigen Partikel gelangen auf unterschiedlichen Wegen in den menschlichen Körper, unter anderem über die Haut, die Atemluft sowie über Nahrungsmittel. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Studien Hinweise darauf geliefert, dass MNP in menschlichen Geweben, im Blut und in Ausscheidungen nachweisbar ist. Dies deutet darauf hin, dass Kunststoffpartikel nicht nur in die Umwelt, sondern auch in den menschlichen Organismus gelangen und sich dort möglicherweise anreichern können. Die Aussagekraft dieser Untersuchungen ist jedoch begrenzt und hängt von mehreren Faktoren ab, wie den verwendeten Analysemethoden, der Probenaufbereitung, der genauen Bestimmung der Partikelgröße, möglichen Kontaminationen und der fehlenden Standardisierung von Messverfahren. Viele analytische Techniken befinden sich noch in der Entwicklung, weshalb Ergebnisse teilweise schwer vergleichbar sind. Zudem ist bislang unklar, in welchen Konzentrationen MNPs im Körper vorkommen und welche biologischen Wirkungen sie langfristig entfalten könnten. Der vorliegende Übersichtsartikel macht diese Unsicherheiten deutlich. Insgesamt besteht weiterer Forschungsbedarf, um direkte und indirekte Risiken von MNP besser bewerten zu können.

Autorin und Autor: A.F.R.M. Ramsperger, C. Laforsch

Der kostenpflichtige Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in internistische praxis 2026; 70 (1): 132–146.

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