Allgemeinmedizin » Stoffwechsel und Hormone

»

MIND-Diät – Kann sie langfristige Veränderungen im Gehirn verlangsamen?

© horizon - stock.adobe.com

Quelle: © horizon - stock.adobe.com

MIND-Diät – Kann sie langfristige Veränderungen im Gehirn verlangsamen?

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Stoffwechsel und Hormone

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die MIND-Diät (Mediterranean-DASH Intervention for Neurodegenerative Delay) ist eine speziell für die Hirngesundheit entwickelte Ernährungsform, die das Gehirn schützen und das Risiko für Demenz und Alzheimer senken soll. Sie kombiniert Prinzipien der Mittelmeer-Diät und der DASH-Diät, indem sie den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln (blattgrünes Gemüse, Beeren, Nüsse, Vollkornprodukte, Olivenöl, Fisch) in den Vordergrund stellt. Der Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Zucker wird dagegen eingeschränkt.

Frühere Studien schreiben der MIND-Diät eine, wenngleich nicht signifikante, Verbesserung der kognitiven Leistungen zu. Zusammenhänge dieser Diät mit langfristigen strukturellen Veränderungen im Gehirn sind noch weitgehend unklar. Eine solche Wirkung ließ sich jetzt in einer aktuellen Analyse der Framingham Heart Study Offspring-Kohorte bei 1.647 Teilnehmern (Ø-Alter 60,9 Jahre) beobachten, bei denen das erste Mal ein MRT des Gehirns angefertigt und seither alle 2-6 Jahre wiederholt wird: Hielten sich die Teilnehmer an die Diät, war damit ein geringerer Verlust der grauen Substanz und eine verminderte Ausdehnung des Hirnventrikels verbunden. Den Autoren zufolge könnte es darüber zu einer langfristigen Verzögerung der strukturellen Hirnalterung kommen.

Literatur: Chen H, et al. Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry 2026; Published Online First. doi: 10.1136/jnnp-2025-336957

Quelle: Pressemeldung British Medical Journal Group

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© zinkevych - stock.adobe

Tremor: Mit Ultraschall gegen das Zittern

Aktuelles

Der MR-gesteuerte fokussierte Ultraschall eröffnet Menschen mit schwerem Tremor eine Behandlung ohne Hautschnitt und Implantate. Mehr als 1.000 Ultraschallquellen bündeln ihre Energie im Thalamus und veröden gezielt krankhaft veränderte Nervenstrukturen. Die Methode kann eine Alternative zum Hirnschrittmacher sein.

Allgemeinmedizin

Bewegungsapparat

Beitrag lesen
© RFBSIP - stock.adobe

GLP-1-Rezeptoragonisten: Schwefelgeruch beim Aufstoßen nicht ignorieren

Aktuelles

Schwefel-Rülpser unter einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten sind meist harmlos, sollten bei anhaltenden Beschwerden aber ernst genommen werden. Eine langsamere Magenentleerung kann die Symptome begünstigen. Ernährungsanpassungen helfen häufig; bei Risikopatienten ist eine gezielte Abklärung wichtig.

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

Beitrag lesen
© Studio Romantic - stock.adobe

Differenzialdiagnostik: Bei Schwindel auch an vestibuläre Migräne denken

Aktuelles

Wiederkehrender Schwindel kann auf eine vestibuläre Migräne hindeuten – auch wenn Kopfschmerzen fehlen. Die Erkrankung wird häufig spät erkannt und muss unter anderem vom Morbus Menière abgegrenzt werden. Eine gezielte Anamnese zu Attackendauer, Auslösern und Begleitsymptomen erleichtert die Diagnose.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen