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NSAR, Glukokortikoide, Basistherapie – Was gibt es in der Geriatrie zu beachten?

Auf dem Foto sitzt eine ältere Dame an einem Tisch neben ihrem Bett in häuslicher Umgebung und hält eine Packung eines Medikaments in einer Hand, daneben liegt noch eine weitere Verpackung und ein Fläschchen sowie ein Glas stehen ebenfalls am Tisch.

Quelle: © Halfpoint – stock.adobe.com

NSAR, Glukokortikoide, Basistherapie – Was gibt es in der Geriatrie zu beachten?

Fachbeitrag

Allgemeinmedizin

Sonstiges

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: tägliche Praxis

Die Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei geriatrischen Patientinnen und Patienten stellt aufgrund altersbedingter physiologischer Veränderungen sowie die in Teilen vorliegende Multimorbidität und Polypharmazie eine besondere Herausforderung dar. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Glukokortikoide und Disease-Modifying Antirheumatic Drugs (DMARDs) sind essenzielle Bestandteile der Therapie, jedoch mit altersabhängigen Risiken verbunden. Ziel dieses Beitrags ist es, die spezifischen Anforderungen der rheumatologischen Therapie im Alter darzustellen und evidenzbasierte Empfehlungen zu formulieren.

Zusammenfassung

Die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bei geriatrischen Patientinnen und Patienten erfordert eine differenzierte Therapieplanung. Altersbedingte Veränderungen der Pharmakokinetik und -dynamik, aber auch in Teilen vorliegende Multimorbidität und Polypharmazie erhöhen das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) besitzen analgetische und antiinflammatorische Eigenschaften, sind jedoch insbesondere bei kardiovaskulären und renalen Vorerkrankungen kritisch zu bewerten. Glukokortikoide wirken zuverlässig entzündungshemmend, sind aber zumindest in mittlerer bis hoher Dosierung mit einem erhöhten Risiko für Infektionen, Osteoporose, kardiovaskuläre Ereignisse und metabolische Komplikationen assoziiert. Eine Langzeittherapie mit NSAR und Glukokortikoiden ist damit ungünstig, sodass die rheumatologische Basistherapie daher auch im Alter zentraler Bestandteil des pharmakologischen Behandlungskonzeptes bleibt. Dabei müssen insbesondere Nierenfunktion, Infektionsrisiko und etwaige Kontraindikationen der einzelnen Präparate berücksichtigt werden. Trotz vergleichbarer Remissionsraten treten bei älteren Personen unter der rheumatologischen Basistherapie häufiger Nebenwirkungen und Therapieabbrüche auf. Eine individualisierte, risikoadaptierte Therapie unter regelmäßiger Reevaluation bleibt somit unerlässlich.

Autoren: N. Schulz, T. Wilhelmi, P. van Wijnen, P. Klemm

Originalbeitrag zu diesem Thema in tägliche praxis 2026; 70 (3): 435–444.

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