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Rechtliche Infrastruktur: Wer haftet, wenn die KI Fehler macht?

Digitale Vernetzung einer Stadt bei Nacht, symbolisch für rechtliche Infrastruktur und moderne Technologie.

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Rechtliche Infrastruktur: Wer haftet, wenn die KI Fehler macht?

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Einem aktuellen Bericht des Europäischen Regionalbüros der WHO zufolge, haben nur 4 Länder der europäischen WHO-Region Standards dafür, wer verantwortlich ist, wenn ein KI-Instrument einen Fehler macht bzw. Schäden in Gesundheitseinrichtungen verursacht. Von den 4 Ländern hat nur Russland vollständige Haftungsstandards gemäß den WHO-Kriterien. In Spanien, Belgien und Schweden sind die vorhandenen Standards unvollständig. Der Bericht offenbart einen Mangel an rechtlicher Infrastruktur zu einer Zeit, in der zwei Drittel der Länder in einer Umfrage* angeben, KI bereits für Diagnosen zu nutzen, und die Hälfte KI-Chatbots für die Patientenbetreuung einsetzt. 92% der befragten Länder sprechen sich für Haftungsregeln aus. 

Das Hauptproblem für die Entwicklung von Haftungsstandards für KI im Gesundheitswesen liegt darin, dass nicht klar festgelegt ist, wer überhaupt entscheiden kann, wer verantwortlich ist. KI-Fehler im Gesundheitswesen gehen zudem nicht von einem einzigen Schuldigen aus, es erfolgt vielmehr eine gemeinsame Haftung zwischen Systementwickler, Krankenhaus und Arzt. Die Schwierigkeit liegt darin, den jeweiligen Anteil der Verantwortung zu bestimmen. 

Zudem können traditionelle Produkthaftungsrahmen hier nicht zur Anwendung kommen, da z.B. Deep Learning Systems sich im Laufe der Zeit anpassen.   

* Umfrage von 06/2024 – 03/ 2025 bei 50 der 53 Mitgliedsstaaten der Europäischen Region der WHO 

Literatur: WHO. Regional Office for Europe 2025. https://iris.who.int/handle/10665/383509. 

Quelle: Lennon A. Wer trägt die Schuld, wenn die KI Fehler macht? Univadis,12/2025

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