Sepsis verursacht jährlich ca. 140.000 Todesfälle.Und obwohl die Erkrankung damit zu den häufigsten Todesursachen zählt, wird sie in Deutschland immer noch unzureichend wahrgenommen.
Bereits 2017 war es ein Anliegen der WHO, das Bewusstsein für die Erkrankung in den Medien, in der öffentlichen Gesundheitskommunikation, insbesondere aber gegenüber Patienten zu stärken. Dazu erging eine Forderung an die Mitgliedstaaten, ausschließlich den Begriff „Sepsis“ zu verwenden. Doch auch fast 10 Jahre später wird in Deutschland bei Themen wie schwere Infektionen, Pandemien und Epidemien häufig über Organversagen, Intensivbehandlungen oder Todesfälle berichtet, ohne darauf hinzuweisen, dass die unmittelbare Ursache von Organversagen und Tod häufig eine Sepsis ist. Diese mangelnde Sichtbarkeit erschwert Prävention, Früherkennung und Behandlung von Sepsis erheblich, warnt die Sepsis-Stiftung.
Von den ca. 360.000 Überlebenden jährlich leiden gut zwei Drittel unter körperlichen, kognitiven oder psychischen Langzeitfolgen. Schätzungen zufolge belaufen sich die jährlichen Gesundheits- und Folgekosten auf über 30 Mrd. Euro.
Eine konsequente Benennung von Sepsis kann wesentlich dazu beitragen, die Bevölkerung für Prävention, Impfungen, Hygienemaßnahmen und die frühzeitige Erkennung von Warnzeichen zu sensibilisieren, appelliert die Stiftung.
Quelle: Pressemeldung Sepsis-Stiftung / idw





