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Virale Hepatitiden: WHO stuft auch das Hepatitis-D-Virus als kanzerogen ein

Person hält eine symbolische Darstellung einer Leber vor ihrem Körper.

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Virale Hepatitiden: WHO stuft auch das Hepatitis-D-Virus als kanzerogen ein

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO hat das Hepatitis-D-Virus (HDV) als „krebserregend für den Menschen“ klassifiziert. Damit steht HDV nun auf gleicher Stufe mit dem Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virus. Grundlage sind Studien, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen HDV und der Entstehung von Leberkrebs belegen. HDV kann allerdings nur Menschen infizieren, die bereits mit Hepatitis B (HBV) infiziert sind. HBV/HDV-Koinfektionen verschlimmern die HBV-induzierte Entzündung und verschlechtern die Prognose von Patienten mit chronischer Hepatitis B. Epidemiologische Studien zeigen, dass Patienten mit HBV/HDV-Koinfektion deutlich häufiger ein hepatozelluläres Karzinom entwickeln als Personen mit HBV-Infektion allein. 

Angesichts dieser Neuklassifizierung fordert die WHO die Strategien zur Bekämpfung viraler Hepatitiden zu verstärken und die Prävention von Hepatitis D in nationale Programme zu integrieren. Insbesondere sollen Hepatitis-B-Impfprogramme, Früherkennung von HBV/HDV-Koinfektionen und Therapie von Hepatitis B ausgebaut werden. Nationale Gesundheitssysteme sollen Hepatitis-D-Programme in ihre Regelversorgung übernehmen. Ziel muss sein, die Krankheitslast zu senken und Todesfälle durch hepatozelluläre Karzinome zu reduzieren. 

Quelle: Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO: WHO urges action on hepatitis, announcing hepatitis D as carcinogenic (zuletzt abgerufen am 8. Januar 2026) 

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