Xylitol (Xylit) ist ein Zuckeralkohol, der als natürliches Nebenprodukt des Glukosestoffwechsels im Körper entsteht; auch in einigen Lebensmitteln ist er in sehr geringen Mengen natürlich vorhanden. Künstlich hergestellt wird er häufig als Zuckerersatzstoff verwendet und – oft in über 1.000-fach höheren Mengen – Lebensmitteln, Getränken und Mundpflegeprodukten zugesetzt. Trotz des breiten Einsatzes ist die langfristige Wirkung auf das kardiovaskuläre Risiko noch nicht ganz klar. Auf dem ESC-Kongress 2026 wurde jetzt eine Studie vorgestellt, die zeigt, dass hohe Xylit-Blutwerte mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse einhergehen.1 Frühere Analysen zeigten, dass Xylitol die Fähigkeit von Blutplättchen zur Bildung von Blutgerinnseln steigern kann. Zudem stehen hohe Blutwerte bei Hochrisikopersonen mit kardiovaskulären Ereignissen in Verbindung.2 Die aktuelle Studie bestätigt jetzt die Ergebnisse für die Allgemeinbevölkerung anhand der Daten von insgesamt 17.710 Teilnehmern* bei längerer Nachbeobachtungszeit. Danach hatten Personen mit sehr hohen Xylitolspiegeln ein deutlich höheres Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse: Über einen Zeitraum von 6 Jahren war das Risiko um 57%, nach 30 Jahren immer noch um 18% höher im Vergleich zu den niedrigsten Werten. 1
*aus den CLSA- und EPIC-Norfolk-Kohortenstudien
Literatur:
1 ‚Die Verbindung von Xylitol und kardiovaskulären Ereignissen: die CLSA- und EPIC-Norfolk-Kohortenstudien‘ / ESC-Congress 2026
2 Witkowski M et al. Eur Heart J. 2024; 45:2439–2452.
Quelle: Pressemitteilung ESC Congress 28. bis 31. August 2026, München





