In den USA konsumieren rund 65% der Erwachsenen mindestens einmal am Tag ein Süßgetränk. Frühere Untersuchungen haben bereits zuckerhaltige Getränke mit einem höheren Risiko von Darm-, Brust- und Leberkrebs in Verbindung gebracht. Einer aktuellen US-Studie zufolge steht der tägliche Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken langfristig auch mit einem höheren Risiko für die Entwicklung von Magenkrebs in Verbindung. Keine Gefahr scheint dagegen durch künstlich gesüßte Diätgetränke zu bestehen.
Die Wissenschaftler werteten dazu die Daten von 112.284 Teilnehmern aus zwei großen US-Langzeitstudien aus. Seit 1986 bis 2022 wurden die Teilnehmer zum Konsum von zuckerhaltigen Getränken (klassische Limonaden, Fruchtpunsch, gezuckerte Säfte und Sport- bzw. Energiegetränke) bzw. Diätgetränken befragt.
Ergebnis: 278 Teilnehmer entwickelten Magenkrebs. Wer täglich mindestens eine Portion (ca. 240 ml) eines zuckerhaltigen Getränks konsumierte, hatte ein 2,45-fach höheres Risiko für Magenkrebs. Bei Frauen, die mehr als eine Portion täglich zu sich nahmen, stieg das Risiko sogar auf das 3,04-Fache signifikant. Bei Männern verdoppelte sich das Risiko in etwa (ebenfalls signifikant). Als Hauptübeltäter vermuten die Forscher Fruktose, die in den USA meist in Form von Maissirup zum Süßen genutzt wird.
Quelle: Chan AT et al. Gastro Hep Advances 2026. Article 101097 in press (pre-proof). https://doi.org/10.1016/j.gastha.2026.101097.





