Gynäkologie » Klimakterium und Menopause

»

Hormonelle Gesundheit als Longevity-Faktor

Abstrakte Illustration einer Frau umgeben von Hormon Molekuelen und forschenden Haenden als Symbol fuer hormonelle Gesundheit als Longevity Faktor

Quelle: © Anat art - stock.adobe.com

Hormonelle Gesundheit als Longevity-Faktor

Aus der Industrie

Gynäkologie

Klimakterium und Menopause

mgb medizin Redaktion

Verlag

3 MIN

Erschienen in: gyne

Hormonelle Gesundheit ist ein wichtiger Faktor für gesundes Altern. Das betonte Dr. Tobias Lüke von Besins Healthcare Germany auf dem Hauptstadtkongress 2026 in Berlin. Nach der Menopause sinken die Spiegel von Estradiol und Progesteron. Dieser Hormonmangel kann Wechseljahresbeschwerden auslösen und das Osteoporose-Risiko erhöhen.

Longevity beim Hauptstadtkongress 2026

Sexualhormone spielen eine zentrale Rolle für gesundes Altern. Das betonte Dr. Tobias Lüke, Head of Medical bei Besins Healthcare Germany, auf dem Hauptstadtkongress 2026 in Berlin. Die Veranstaltung „Longevity – Voraussetzungen für ein gesundes Altern“ widmete sich der Frage, wie Menschen in Deutschland länger gesund leben können.

Hormonelle Gesundheit wird in Longevity-Debatte unterschätzt

Dr. Lüke machte deutlich, dass die Rolle der Sexualhormone in der Longevity-Debatte häufig unterschätzt wird. Testosteron, Progesteron und Estrogene beeinflussen weit mehr als die Fortpflanzung. Sie wirken auf Körperzusammensetzung, Stoffwechsel, Muskelmasse, Knochengesundheit, mentale Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden.

Menopause erhöht Osteoporose-Risiko

Besonders relevant für die gynäkologische Praxis: Nach der Menopause sinken die Spiegel von Estradiol und Progesteron deutlich. Dieser Hormonmangel kann typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Gelenkschmerzen auslösen. Zudem erhöht er das Risiko für Osteoporose. Die Erkrankung bleibt lange unbemerkt und wird häufig erst durch Frakturen sichtbar.

Dr. Lüke betonte, dass eine menopausale Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden auch positive Effekte auf die Knochengesundheit haben kann.

Hormonelle Balance für gesundes Altern

„Longevity, also ein gesundes Altern, ist ohne hormonelle Balance nicht möglich“, so Dr. Lüke. Er sprach sich dafür aus, hormonelle Faktoren stärker in Präventions- und Longevity-Konzepte einzubeziehen. Ein aktiver Umgang mit Wechseljahresbeschwerden kann helfen, gesundheitliche Risiken besser zu erkennen und individuelle Maßnahmen zur Förderung eines gesunden Alterns einzuleiten.

Prävention muss gestärkt werden

Weitere Referentinnen und Referenten der Veranstaltung waren der Neurophysiologe und Buchautor Dr. Gerd Wirtz, Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse, sowie Dr. Ellis E. Huber vom Büro für Gesundheit und Prävention e. V.

Dr. Wirtz thematisierte in seinem Vortrag vor allem den mangelnden Fokus auf Prävention. Dass in Deutschland pro Patientin und Patient jährlich nur 8,49 Euro für Prävention ausgegeben werden – bei 4.126 Euro Behandlungskosten, das zeige einen dringenden Handlungsbedarf zugunsten der Prävention, so Wirtz.

Insgesamt machte die Veranstaltung deutlich: Wer länger gesund leben möchte, sollte Prävention frühzeitig nutzen. Gleichzeitig muss Prävention im Gesundheitssystem ein stärkeres Gewicht bekommen.

Quelle: Pressemiteilung der Besins Healthcare GmbH vom 02.07.2026: Hormonelle Gesundheit ist wichtiger Longevity-Faktor

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Symbolbild zur Indikation einer Hormonersatztherapie nach Genitalmalignom

Indikation zur Hormonersatztherapie nach Genitalmalignom

Fachbeitrag

Bei einer Hormonersatztherapie in der Menopause stehen Tabletten, Pflaster, Gele und Sprays mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur Verfügung. Die Wahl der Darreichungsform kann Einfluss auf Wirksamkeit, Verträglichkeit und Risiken haben und sollte daher individuell erfolgen – unter Berücksichtigung von Beschwerden, Vorerkrankungen und persönlichen Präferenzen.

Gynäkologie

Klimakterium und Menopause

Hormontherapie

Beitrag lesen
Schwangere Frau sitzt am Tisch, haelt eine Hand auf den Bauch, waehrend an ihrem Arm der Blutdruck gemessen wird

Isthmin-2 als möglicher Biomarker für Präeklampsie

Aktuelles

Warum wächst die Plazenta bei manchen Schwangerschaften nicht tief genug in die Gebärmutter ein? Die Erforschung des Proteins Isthmin-2 liefert darauf erstmals eine wissenschaftlich fundierte Antwort.

Gynäkologie

Schwangerschaft

Risikoschwangerschaften

Beitrag lesen
Junge Frau sitzt in einer Praxis auf dem Bett und haelt sich mit beiden Haenden den Unterbauch waehrend eine Aerztin gegenuebersitzt

Endometriose-Diagnose oft nicht dauerhaft kodiert

Aktuelles

Verschwindet eine Endometriose-Diagnose aus den Abrechnungsdaten, heißt das nicht, dass die Erkrankung verschwunden ist. Eine Zi-Studie zeigt, warum Zahlen hier täuschen können.

Gynäkologie

Endometriose

Endometriosediagnostik

Beitrag lesen