Kardiologie » Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

»

BENEFIT-HF: Größte BAT-Studie bei Herzinsuffizienz gestartet

Anatomische Modelle von Gehirn und Herz mit Pfeilen, die die bidirektionale Verbindung im Rahmen der Baroreflex-Aktivierungstherapie symbolisieren

Quelle: © Katie Chizhevskaya – stock.adobe.com

BENEFIT-HF: Größte BAT-Studie bei Herzinsuffizienz gestartet

Aus der Industrie

Kardiologie

Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

mgb medizin Redaktion

Verlag

3 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Die neue BENEFIT-HF-Studie untersucht die Barorezeptor-Aktivierungstherapie (BAT) mit Barostim™ erstmals in einer deutlich erweiterten Patientengruppe. Mit 2.500 Teilnehmenden und einer LVEF < 50 % als neuem Einschlusskriterium könnte sich die behandelbare Population verdreifachen.

Studienstart zur DGK-Jahrestagung 2026 vorgestellt

Anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2026 in Mannheim hat CVRx Inc. am 9. April 2026 Details zur BENEFIT-HF-Studie präsentiert. Die multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie wurde am 22. Januar 2026 gestartet und gilt bereits jetzt als eine der größten randomisierten Studien zu einer Device-Therapie bei Herzinsuffizienz.

Was untersucht BENEFIT-HF?

BENEFIT-HF richtet sich an Patientinnen und Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II–III), die trotz leitliniengerechter medikamentöser und apparativer Therapie (GDMT) weiterhin symptomatisch bleiben. Im Vergleich zur bisherigen Indikation wurden die Einschlusskriterien erweitert:

  • LVEF < 50 % (statt zuvor < 35 %)
  • NT-proBNP-Werte zwischen > 400 und < 5.000 pg/ml
  • 6-Minuten-Gehstrecke von 100–450 m

Durch diese Erweiterung soll sich die potenziell behandelbare Patientenpopulation etwa verdreifachen.

Studiendesign im Überblick

MerkmalDetails
DesignMultizentrisch, randomisiert, kontrolliert (2:1)
Patientenzahl2.500
ZentrenBis zu 200 (USA und Deutschland)
StudiendauerCa. 7 Jahre
Interventionsarmn = 1.667 (Barostim™ + GDMT)
Kontrollarmn = 833 (GDMT allein)
Primärer WirksamkeitsendpunktGesamtmortalität + HI-Morbidität nach 24 Monaten
Primärer SicherheitsendpunktMANCE-freie Rate nach 180 Tagen

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Tablet mit dem Schriftzug „Bluthochdruck“, daneben ein Stethoskop und Diagnoseunterlagen.

Hilo-Report: Hypertonie bei fast einem Viertel der Betroffenen unkontrolliert

Aus der Industrie

Zum Welt-Herz-Tag am 29.10. stand die Blutdruckkontrolle erneut im Fokus. Eine Anbieterbefragung weist auf Lücken bei der Hypertoniekontrolle hin. Kontinuierliche Messsysteme könnten zusätzliche Verlaufsdaten liefern – ihre klinische Aussagekraft ist jedoch geräte- und validierungsabhängig.

Kardiologie

Hypertonie

Beitrag lesen
Medizinische Illustration eines menschlichen Herzens mit blau hervorgehobener Aortenklappe.

Aortenklappeninsuffizienz: Transkathetertherapie versus Operation

Aktuelles

Die europäischen Leitlinien von 2025 befürworten bei hohem Operationsrisiko eine kathetergestützte Therapie der isolierten Aortenklappeninsuffizienz mit dafür entwickelten Klappen wie der JenaValve Trilogy (JVT); Vergleichsdaten zum chirurgischen Aortenklappenersatz (SAVR) sind jedoch rar. Die retrospektive, multizentrische EROICA-Studie verglich daher die klinischen Ergebnisse beider Verfahren.

Kardiologie

Kongresse

Beitrag lesen
Medizinische Illustration eines menschlichen Herzens mit einem aufgelegten Stethoskop.

ESC-Leitlinien setzen neue Akzente bei Herzinsuffizienz und ATTR-CM

Aus der Industrie

Bei einem Bayer-unterstützten Symposium im Rahmen der DGK Herztage 2026 standen die Basistherapie bei HFpEF, Acoramidis bei ATTR-CM und neue Auswertungen zu Vericiguat im Fokus. Die vorgestellten Daten stammen aus Studien mit unterschiedlichem Evidenzgrad und sind entsprechend einzuordnen.

Kardiologie

Kongresse

Beitrag lesen