Bei einem Bayer-unterstützten Symposium im Rahmen der DGK Herztage 2026 standen die Basistherapie bei HFpEF, Acoramidis bei ATTR-CM und neue Auswertungen zu Vericiguat im Fokus. Die vorgestellten Daten stammen aus Studien mit unterschiedlichem Evidenzgrad und sind entsprechend einzuordnen.
Neue Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und aktuelle Studiendaten waren Thema des Symposiums „Herzinsuffizienz und Amyloidose 2026: Optionen und Erfahrungen“ bei den DGK Herztagen in Hamburg. Prof. Dr. Dr. Stephan von Haehling, Dr. Filip Berisha und Dr. Lisa Schöner diskutierten, welche Konsequenzen sich für die Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz und transthyretinbedingter Kardiomyopathie (ATTR-CM) ergeben.
Neue Einteilung und Therapiebegriffe
Die ESC-Leitlinien 2026 vereinfachen die Einteilung der Herzinsuffizienz nach der linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF): Die bisherige Kategorie HFmrEF wird nicht mehr als eigener Phänotyp geführt. Unterschieden werden HFrEF bei einer LVEF unter 50 % und HFpEF bei einer LVEF von mindestens 50 %. Auch die Therapiestruktur wurde neu gefasst: Die „Foundational Medical Therapy“ (FMT) bezeichnet die medikamentöse Basistherapie; zusätzliche medikamentöse Optionen werden als „Additional Medical Therapy“ (AMT), interventionelle Verfahren als „Guideline-directed Interventional Therapy“ (GDIT) eingeordnet. Bei HFpEF zählen Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten (MRA) und SGLT-2-Inhibitoren zur FMT [1].





